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Wasser und Abwasser: Gebühren und Beiträge steigen im kommenden Jahr

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Georgenberg. Wasser und Abwasser werden teurer. In welcher Höhe ist noch nicht bekannt, das muss erst berechnet werden. Dass die Sätze niedriger als bisher ausfallen, ist jedoch nicht anzunehmen. Zuviel wurde zuletzt investiert.

Von Gabi Eichl

Brünst Georgenberg Gemeindeteil Der Georgenberger Ortsteil Brünst wird nicht wieder in Vorderbrünst umbenannt, wie Heimatpfleger Albert Kick vorschlägt.

Der Gemeinderat hat einen sogenannten Bevoratungsbeschluss gefasst, wonach die Beiträge und Gebühren für Wasser und Abwasser wieder wie gehabt alle vier Jahre neu kalkuliert werden. In die Neuberechnung der Abwasser-Sätze fließen nach den Worten des Geschäftsleiters der Verwaltungsgemeinschaft, Günter Gschwindler, unter anderem das neue Baugebiet „Sandfeld“ ein und der Umstand, dass Teile der Bürgermeisterkanäle saniert werden müssten.

Verwaltung schafft Berechnung aus Zeitgründen nicht

Die Wasser-Sätze soll wieder die Firma Kubus berechnen, sagt Gschwindler. Hier sei voraussichtlich erst im dritten Quartal des kommenden Jahres mit genauen Zahlen zu rechnen; die Bürger sollten sich vorsorglich auf Nachzahlungen einstellen.

Achim Helgert (BLG) stellt die Notwendigkeit in Frage, Kubus mit den Berechnungen zu beauftragen, zumal diese doch sicher stets nach demselben Schema erfolgten. Gschwindler sagt, das sei eine reine Zeitfrage; die Verwaltung könne dies in der aktuellen Besetzung keinesfalls leisten.

Neues Kabel, aber Peitschenmasten bleiben

Im Zusammenhang mit der Erdverkabelung durch das Bayernwerk im Ortsteil Schwanhof wird auch die Straßenbeleuchtung in Teilen erneuert und erweitert. Der Gemeinderat lässt ein altes, laut Bayernwerk störungsanfälliges Kabel zwischen zwei Peitschenmasten austauschen, nicht jedoch die Masten selbst, was das Bayernwerk ebenfalls angeboten hatte. Wie Bürgermeisterin Marina Hirnet sagt, sei Letzteres nicht zwingend notwendig, dem schließt sich der Gemeinderat an.

Eine Straßenlampe für Hausnummer 14

Die Bewohner von Hausnummer 14 wünschen sich eine zusätzliche Straßenlampe, ein Wunsch, dem nicht jeder Gemeinderat nachkommen will, dem die Mehrheit jedoch zustimmt. Die FW-Gemeinderäte Anton Hirnet und Jürgen Schiller argumentieren, es handle sich um das Ortsende, eine weitere Lampe an dieser Stelle sei kein Luxus.

Überdies spare man durch die Beibehaltung der Peitschenmasten Geld, das man in die neue Lampe investieren könne. Oswald Hamann (CSU) äußert die Befürchtung, „ein Fass aufzumachen“.

Auf Anregung Hamanns sollen Leerrohre für eine spätere Breitband-Versorgung mit verlegt werden.

Kostenrahmen soll im Dezember vorliegen

Zugestimmt hat der Gemeinderat dem derzeitigen Planungsstand zur Verbesserung der Wasserversorgung im gesamten Gemeindegebiet. Die Detailpläne hingen im Saal des Pfarrheims Neukirchen St. Christoph aus. Wie Gschwindler sagte, sei der Zeitpunkt für das Ausbaukonzept ideal, da gleichzeitig die Wassergebühren neu zu kalkulieren seien. Einen Kostenrahmen wollte er jedoch nicht nennen, das sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht seriös; für die Dezember-Sitzung werde jedoch eine Kostenschätzung vorliegen.

12.000 Euro Zuschuss für Deponie Rehberg

Die Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAB) gewährt der Gemeinde einen Zuschuss von 12.000 Euro für die Untersuchung und Sanierung der einstigen Hausmülldeponie in Rehberg. Ein Zuschuss, mit dem jedoch Auflagen verbunden sind und der schnelles Handeln fordert.

Bis Jahresende sollen zum Beispiel bereits Angebote für eine Untersuchung eingeholt sein. „Sportlich“ nennt Gschwindler das; man werde versuchen, einen etwas längeren Zeitraum auszuhandeln. Der Gemeinderat stimmt dem Zuschussvertrag zu.

Ob das jetzt Brünst oder Vorderbrünst heißt…“

Nicht durchgesetzt hat sich der Heimatpfleger und frühere Bürgermeister Albert Kick mit seinem Antrag auf Wiederherstellung des alten Ortsnamens „Vorderbrünst“, der bis 1965 bestanden hatte. Kick begründet das unter anderem damit, dass der Name bei der Gründung der Gemeinden im 19. Jahrhundert bereits Bedeutung gehabt habe.

Der Gemeinderat lehnt die erneute Umbenennung übereinstimmend ab. Hamann sagt, es habe damals schon erhebliche Schwierigkeiten gegeben, weil Ausweise und Dokumente geändert werden mussten. Anton Hirnet meint: „Ob das jetzt Brünst oder Vorderbrünst heißt…“

Beteiligung am Tierheim-Neubau in Weiden

Die Bürgermeisterin berichtet aus der Verwaltungsgemeinschaft, dass man sich einstimmig für eine Beteiligung am Tierheim-Neubau in Weiden ausgesprochen habe. Für die Gemeinde bedeute das künftig einen jährlichen Beitrag von nicht ganz 2000 Euro.

Advents- und Weihnachtsmarkt entfällt

Der Advents- und Weihnachtsmarkt entfalle heuer; alternativ wolle man den Händlern eventuell Schaufenster zur Warenpräsentation zur Verfügung stellen mit der Option, die Ware zu bestellen.

Faislbacher tun sich schwer mit rechts vor links

Hamann berichtet davon, dass in Faislbach die Rechts-vor-links-Regelung kaum eingehalten werde. Es sei zu überlegen, ob man nicht wenigstens mit temporären Schildern darauf hinweise. Die Mehrheit spricht sich gegen eine erneute Beschilderung aus; es seien in aller Regel die Einheimischen selbst, die der Macht der Gewohnheit erlägen.

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