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Wegen Blättern und Eicheln: SV Parkstein will Bäume fällen

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Parkstein. Der SV Parkstein will die Baumreihe oberhalb des Fußballplatzes Fällen lassen. Wie wird sich der Gemeinderat entscheiden?

Der SV Parkstein stört sich an der Baumreihe oberhalb des Fußballplatzes und wollen sie fällen lassen. Foto: Walter Beyerlein

Der SV Parkstein wünscht die Fällung der Baumreihe entlang der asphaltierten Straßen „Am Sportplatz“ zwischen dem Kunstrasenspielfeld und dem oberhalb liegenden Kleinfeld. Begründet hat der Verein dies mit dem Laubwurf, den auf den Kunstrasenplatz herabfallenden Eicheln und der daraus entstehenden Unfallgefahr wegen Glätte sowie dem Astabwurf.

"Kein Grund die Bäume anzufassen!"

Sonja Reichold (Bündnis90/Die Grünen) wies daraufhin, dass die Bäume im Eigentum des Marktes Parkstein sind. „Der Sportverein hat keinen Grund die Bäume anzufassen“. Ihre Aussage „für den Sportverein tu ich normalerweise alles“ schränkte Reichold umgehend mit der strikten Ablehnung der Fällung der Bäume ein.

„Blätter werfen ist kein Argument in der heutigen Zeit“.

Sportverein ließ bereits mächtige Birken fällen

Dafür hatte die Markträtin einen anderen Vergleich parat: Sie berichtete dem Gremium, wie viel Sauerstoff ein Baum von rund 20 Metern Höhe erzeugt. Reichold erinnerte an ein ähnliches Vorgehen des Sportvereins, bei dem mächtige Birken wegen der Errichtung eines Ballfangzaunes gefällt wurden.

Heinz Rast (CSU) und zugleich zweiter Vorsitzender des SV Parkstein beschrieb die Bäume als „sehr hoch“. Seinem Argument, dass die Bäume aus Zeitgründen vom Markt Parkstein nicht gepflegt werden könnten, stimmte Bürgermeister Reinhard Sollfrank zu. Johann Kick (SPD) empfahl den Einsatz des Maschinenringes zur Pflege der Eichelbäume. Er bat bis zum Herbst abzuwarten, dann das Laub zusammenzukehren.

Keine gesunden Bäume fällen

Für das Umsägen gesunder Bäume zeigte Johann Kick kein Verständnis. Bürgermeister Reinhard Sollfrank erkannte, dass derzeit die Kronen der Bäume nicht mehr zu sehen seien. Er erteilte aber einem Einsatz der Bauhofmitarbeiter eine Absage, weil diese bereits „am Limit“ arbeiten würden.

Natürlich kam auch der Eichelprozessionsspinner ins Spiel, dessen Nester aber beseitigt wurden, wie der Bürgermeister erklärte. Er meinte sogar, dass das Kleinspielfeld nicht mehr bespielbar sei, weil die Wurzeln der Bäume aus dem Erdreich herausdrückten. Josef Scheidler (CSU) beurteilte Bäume als „grundsätzlich schön“ und er empfand es als unverständlich, wenn in einem Baugebiet die Anpflanzung von Bäumen gefordert wird, andererseits der Markt Parkstein seine Bäume beseitigt.

Bei vier Gegenstimmen einigte sich der Marktgemeinderat auf eine Vertagung der Entscheidung und wird sich bis zur nächsten Sitzung auch um einen Platz für eine Ersatzpflanzung bemühen.

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