Weidener Motorsportler mit ehrgeizigen Zielen

Weiden. Mit Andreas Schundiak gibt es in Weiden einen talentierten Motorsportler, der kürzlich beim Tourenwagenrennen in Zolder einen Doppelsieg feierte.

Motorsportler Andreas Schundiak. Foto: privat

Michael Schuhmacher, Nico Rosberg oder Sebastian Vettel – diese erfolgreichen Fahrer aus dem Rennsport kennt fast jeder. Welcher Motorsport-Begeisterte wollte nicht ähnlich große Erfolge feiern wie diese Stars? Dem Einstieg in den Rennsport geht oft Kart fahren in der Kindheit voraus.

Erste Gehversuche im Kart

Nicht anders war es auch beim Weidener Andreas Schundiak. Der heute 33-Jährige machte seine ersten Gehversuche im Rennsport bei der Mercedes-Benz Kart-Jugend in seiner früheren Heimat in Sindelfingen. Bereits mit sechs Jahren gewann er dort seinen ersten Pokal. Mit Unterstützung seiner Eltern folgten in den nächsten Jahren große Erfolge. Als Andreas mit seinen Eltern in die Oberpfalz umzog, musste der 14-Jährige gezwungenermaßen sein großes Hobby aufgeben – vorerst.

Fortan besuchte der nach wie vor rennsportbegeisterte junge Mann mit seinem Onkel mehrmals verschiedene Rennen und tauchte so als Zuschauer in den Tourenwagen-Motorsport ein. Durch Bekannte angeregt, fuhr er dann zunächst als Beifahrer auf “Track-Days” (Privatfahrten auf Rennstrecken) mit. Mit seiner Volljährigkeit wechselte er schließlich auf den Fahrersitz. Doch Schundiak musste erneut einige Jahre pausieren, weil er seine Firma “AS Performance GmbH” gründete und hochzog.

Doppelsieg in Belgien

In diesem Jahr nun will der Motorsportler bei der “Pfister Racing Tourenwagenchallenge” (PRTC) wieder durchstarten. Bereits im Oktober 2023 nahm er an der ACV-Tourenwagen-Fahrersichtung am Nürburgring teil. Dort empfahl er sich als einer der besten Teilnehmer für eine weitergehende Förderung und nutzt diese Chance jetzt als weiteres Sprungbrett in den Tourenwagen-Sport. „Wir freuen uns, mit Andreas Schundiak ein weiteres Talent in der PRTC begrüßen zu können. Andreas hat einen sehr guten Eindruck bei der ACV-Fahrersichtung hinterlassen, was ihm den Einstieg ermöglicht. Wir wünschen viel Erfolg“, lobte Serienorganisator Andreas Pfister den Wiedereinsteiger.

Und der junge Weidener sollte die Erwartungen nicht enttäuschen: Beim Saisonauftakt Ende März am Hockenheimring gewann Schundiak neun Punkte. Der endgültige Durchbruch folgte dann vor wenigen Wochen in Circuit Zolder (BE), wo er einen hart erkämpften Doppelsieg feierte und damit 20 Punkte einheimste. In der Punktewertung steht Andreas damit auf Platz 2 und ist dem Führenden Felix Müller (Deggenhausertal, 30 Punkte) dicht auf den Fersen.

Lieferten sich in Belgien ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Andreas Schundiak (vorne) und Felix Müller. Foto: Pfister-Racing
Lieferten sich in Belgien ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Andreas Schundiak (vorne) und Felix Müller. Foto: Pfister-Racing
Andreas Schundiak (Mitte) und Felix Müller (links) feierten einen Doppelsieg für das Pfister-Racing-Team. Foto: Pfister Racing
Andreas Schundiak (Mitte) und Felix Müller (links) feierten einen Doppelsieg für das Pfister-Racing-Team. Foto: Pfister Racing
Lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Andreas Schundiak (vorne) und Felix Müller. Foto: Pfister-Racing
Andreas Schundiak (Mitte) und Felix Müller (links) feierten einen Doppelsieg für das Pfister-Racing-Team. Foto: Pfister Racing

Andreas hat große Ziele

Auf dem Rennkalender stehen jetzt noch Nürburgring, Oschersleben und Salzburgring. Als Vorbereitung zwischen den Rennen fährt Andreas im Simulator im eigenen Wohnzimmer oder mit Freunden und der Familie auf der Kartbahn. Noch heute ist seine Familie die
größte Stütze und bei jedem Rennen dabei. Andreas Schundiak hat sich große Ziele für seine Rennkarriere gesteckt. In dieser Saison peilt er in der Gesamtwertung einen Platz auf dem Treppchen an. Und dann soll es noch anspruchsvoller werden: „Mein Ziel ist es, in die GT3-Klasse einzusteigen und bei einem 24-Stunden-Rennen zu starten. Ich will mein Können beweisen und die beste Version meiner selbst sein“, sagt der 33-Jährige selbstbewusst und zielstrebig.

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