Handwerker: Weidner Landessieger

Amberg/Weiden. 103 Landessieger wurden beim Bayrischen Handwerkstag in Amberg ausgezeichnet. Unter den 16 Landessiegern aus Ostbayern ist auch ein Weidner: Michael Bodensteiner.

Die 103 Landessieger sind die Crème de la Crème des Handwerksnachwuchses 2015,

erklärte der Vizepräsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT) und Präsident der gastgebenden Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Dr. Georg Haber, bei der Abschlussfeier des 64. Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks auf Landesebene in Amberg.

BHT-Vizepräsident Dr. Georg Haber (2. Reihe, 1. v. li.) gratulierte zusammen mit seinem Vizepräsidenten-Kollegen Konrad Steininger (2. Reihe, 1. v. re.) und dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Toni Hinterdobler (2. Reihe, 2. v. re.) den ostbayerischen Landessiegern.
BHT-Vizepräsident Dr. Georg Haber (2. Reihe, 1. v. li.) gratulierte zusammen mit seinem Vizepräsidenten-Kollegen Konrad Steininger (2. Reihe, 1. v. re.) und dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Toni Hinterdobler (2. Reihe, 2. v. re.) den ostbayerischen Landessiegern.

„Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an.“ laute der aktuelle Slogan der Imagekampagne des deutschen Handwerks. Die Landessieger hätten bereits kräftig und äußerst erfolgreich angepackt, betonte Haber. Sie seien die besten Nachwuchstalente, die das Handwerk in Bayern habe. Aus Niederbayern und der Oberpfalz konnten sich 16 Gesellen als Landessieger qualifizieren. Nachdem sie sich bereits in ihrem Kammerbezirk bewiesen hatten, setzten sie sich nun auch gegen ihre bayernweiten Mitstreiter durch.

Auch der Weidner Michael Bodensteiner ist unter den Siegern. Er arbeitet als Elektroniker bei Witron in Parkstein.

Gefragte Fachkräfte

Der BHT-Vizepräsident machte deutlich, dass zum weiteren Erfolg „Lebenslanges Lernen“ nötig sei. Vor allem die Weiterbildung zum Meister legte er den Landessiegern nahe. „Meister sind gefragte Fach- und Führungskräfte und anerkannte Ausbilder. Der Meisterbrief ist der perfekte Start in eine Tätigkeit als selbstständiger Unternehmer. Und, mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, auch die bayerischen Universitäten und Hochschulen sind für Meister uneingeschränkt geöffnet.“

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Heute sei es wichtiger denn je, so Haber, dass sich das Handwerk als attraktiver Wirtschaftsbereich präsentiere. Er prangerte die „völlig verfehlte Forderung nach einer weiteren Erhöhung der Studierquote“ an, die besonders von Seiten der EU und der OECD an Deutschland gestellt werde. Er zitierte den Philosophen Professor Julian Nida-Rümelin, der die Frage stellt:

Warum soll ein studierter Philosoph etwas Besseres sein als ein Schreinermeister?

Nida-Rümelin habe erkannt, dass der „Akademisierungswahn“ das erfolgreiche duale System der Berufsbildung zugrunde richte, wenn hier nicht gegengesteuert werde.

Das deutschlandweite Finale des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks findet am 5. Dezember in Frankfurt am Main statt.

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