Weihnachtsfeier für Alleinlebende fällt aus – aber das Thema bleibt

Weiden. Erneut muss in diesem Jahr die Alleinlebendenweihnachtsfeier der Caritas und der Diakonie entfallen.

Diakonie und Caritas bieten zusätzliche Gesprächstermine für Alleinstehende an. Foto: Veronika Schlosser

„Es tut uns im Herzen weh“, so Caritas Geschäftsführer Daniel Bronold. Erneut muss die Weihnachtsfeier für Alleinstehende ausfallen. Um zumindest die Vorweihnachtszeit für alleinlebende Menschen zu versüßen, haben Diakonie und Caritas gemeinsam mit der Stadt Weiden Weihnachtspackerl geschnürt, die bei den beiden Beratungsstellen ab Montag nach telefonischer Anmeldung abgeholt werden können. Darüber hinaus haben Caritas und Diakonie vor allem auch zusätzliche Kapazitäten geschaffen für persönliche Gespräche – sei es per Telefon oder in den Beratungsstellen.

Immer über hundert Menschen bei der Feier

„Ganz klar betont sei, dass die Alleinlebendenweihnacht nicht abgeschafft werden soll. Wir wollen diese Tradition weiterbehalten, denn aus den zahlreichen positiven Rückmeldungen wissen wir, wie wichtig das für viele Menschen ist“, so Dagmar Deutschländer von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialberatung der Diakonie.

Die beiden Sozialberatungsstellen von Diakonie und Caritas sind zuständig für Menschen in allen Notlagen, von der frisch verwitweten Dame, deren Rente nicht ausreicht, bis hin zum Obdachlosen. In den Jahren zuvor nahmen gut 100 Menschen an der Alleinlebendenweihnacht teil, die abwechselnd Diakonie und Caritas mithilfe der Stadt Weiden und des Klinikums veranstaltet haben.

Die Stadt und das Klinikum Weiden sagten wie in den Jahren zuvor wieder ihre Unterstützung zu. „Das ist nicht selbstverständlich“, weiß Caritas-Geschäftsführer Daniel Bronold. „Auch für den Koch des Klinikums, die Politiker und die Ehrenamtlichen ist
Weihnachten am 24. Dezember. Toll, dass alle an einem Strang ziehen.“

„Alleinlebende“ großes Thema 2023

Für den Heiligabend 2023 werden wieder Ehrenamtliche gesucht, die die beiden Wohlfahrtsverbände bei der Durchführung der Veranstaltung unterstützen. Dieses Jahr sehen sich Caritas und Diakonie aber aufgrund mehrerer Faktoren gezwungen, die Veranstaltung absagen zu müssen. Untätig bleiben sie dabei nicht: „Das Thema Alleinlebende schreiben wir uns nächstes Jahr groß auf die Fahne. Denn aus unseren Beratungen wissen wir, dass das Thema Einsamkeit immer mehr zunimmt und nicht nur an Weihnachten präsent ist“, so Elisabeth Hirn von der Caritas.

Zeit für Gespräche

Von 28. November bis 23. Dezember können die Präsente bei der Diakonie oder der Caritas abgeholt werden. Zudem bieten Elisabeth Hirn und ihre ehrenamtlichen Kolleginnen Monika Ilg und Marie-Luise Schindler Gesprächstermine an. Auch bei der Diakonie nehmen sich Dagmar Deutschländer und ihre Kollegin Martina Pain-Liebl Zeit für ein Gespräch mit Alleinstehenden, um die vielen Facetten des Alleinlebens zu besprechen und nach Lösungen zu suchen.

Um telefonische Vereinbarung für Gesprächstermine und die Abholung der Weihnachtspäckchen für Alleinstehende unter der Telefonnummer 0961 / 398 90 130 (Caritas) oder unter 0961 / 3893116 (Diakonie) wird gebeten. Im Bedarfsfall sind auch Besuchstermine möglich.

Hilfe in der schweren Zeit

Trotz allem wird einem an Weihnachten die Einsamkeit schmerzlich bewusst. In psychischen Notlagen hilft auch die Beratungsstelle für seelische Gesundheit der Caritas unter der Telefonnummer 0961 / 389050 weiter.

Wer außerhalb der Sprechzeiten von Caritas und Diakonie professionelle Hilfe benötigt, kann sich rund um die Uhr an folgende Beratungsstellen wenden:

  • Krisendienste Oberpfalz unter der Nummer 0800 / 6553000
  • Telefonseelsorge Oberpfalz unter 0800 / 1110111 oder 0800 / 1110222.

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