Weihnachtsspiel entführt nach Bethlehem

Neustadt/WN. „Long time ago in Bethlehem“ oder auch „vor langer Zeit in Bethlehem“ trug sich das Weihnachtsspiel der Grundschule zu. „Lassen sie sich 2000 Jahre zurückversetzen“, sagte Schulleiterin Heike Merther zu den Zuhörern in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula. Zur Einstimmung stimmte der Chor „Mary’s Boy Child“ von Boney M. an – sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch.

In Bethlehem herrschen unruhige Zeiten. Der Kaiser hat eine Volkszählung angeordnet, um von allen Bürgern Steuern einzutreiben. Das passt den Bewohnern gar nicht. „Oben wird etwas entschieden und unten müssen wir es ausbaden“, echauffiert sich eine Nachwuchsschauspielerin, die sich aus Schülern der dritten und vierten Klassen rekrutieren. Zu allem Überfluss kommen auch noch immer mehr Fremde in die Stadt. Zum Beispiel drei Könige, die allerhand Seltsames bei einer Kontrolle durch römische Soldaten aus ihrem Reisegepäck holen. Eine Sternenkarte oder Weihrauch haben sie etwa dabei – das mitgebrachte Gold können sie vor den Römern verstecken.

Während sich die Könige zu dem Stall mit dem neugeborenen König aufmachen, treibt sich „Bubu“, der Sohn von einem der drei Könige in der Stadt herum. Bei den Einheimischen stoßen die Fremden, und mit ihnen der schlitzohrige Bubu, auf wenig Gastfreundschaft. Mit dem Theaterstück habe man eine Parallele zur aktuellen Flüchtlingsproblematik ziehen wollen, erklärt die Leiterin der Schauspielgruppe Christine Langhammer.

Spenden für Ugandahilfe

Nach der Aufführung steht für Rektorin Merther fest: „Die Aufregung hat sich gelohnt.“ Rund 50 Kinder hatten in außerhalb des Unterrichts stattfindenden Arbeitsgemeinschaften fleißig geprobt, um den Eltern und Gästen vor der von Günther Langhammer neugemalten Kulisse einen schauspielerischen Ausflug in das Bethlehem biblischer Zeiten zu präsentieren. Stimmungsvolle musikalische Begleitung kam vom Chor und den Instrumentalschülern. Für den richtigen Klang und das passende Licht sorgte Hausmeister Helmut Götz. Die Spenden, die beim Verkauf von Lebkuchen und Glühwein durch den Elternbeirat gesammelt wurden, kommen der Ugandahilfe des Klosters St. Felix zugute. Damit würden die Menschen in armen Ländern unterstützt um Fluchtursachen zu bekämpfen, so Konrektorin Langhammer.

Bilder: B. Grimm

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