Gesundheit

Weniger Covid-Patienten: Trotzdem enorme Belastung auf Intensivstation

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Weiden/Tirschenreuth. Die Belastung für die Pflegenden und Ärztinnen auf der Corona-Intensivstation "ist bis heute ohne Unterbrechung sehr hoch", so Michaela Hutzler. Aber es gibt Lichtblicke: Die Zahlen sind leicht rückläufig und fast 1.000 Mitarbeiter sind vollständig geimpft.

Seit einigen Tagen kann die Behandlung von CoVid-19-Patienten am Klinikum Weiden auf einer Normalpflegestation geleistet werden. Dort werden derzeit 14 CoVid-19-Patienten stationär behandelt.

Auch am Krankenhaus Tirschenreuth erfolgt die Behandlung von 30 Corona-Patienten in einem speziellen Bereich. Innerhalb des Klinikverbunds werden 20 Patienten mit einer CoVid19-Erkrankung intensivmedizinisch betreut (Weiden: 15, Tirschenreuth: 5). Das Krankenhaus Kemnath und die Geriatrische Rehabilitation in Erbendorf sind weiterhin CoVid-frei.

Hohe Belastuung des Personals auf der Intensivstation

„Auf den Normalstationen hat sich die Situation im Vergleich zu den Vorwochen merklich entspannt. Dennoch beachten wir die aktuelle Situation und Entwicklung natürlich sehr genau, auch aufgrund der hohen Inzidenz in unserer Region. Auf den Intensivstationen hat sich die Lage jedoch noch nicht entspannt und die Belastung des dort eingesetzten Personals ist bis heute ohne Unterbrechung sehr hoch“, so Michaela Hutzler, Medizinische Direktorin der Kliniken Nordoberpfalz.

Seit einigen Tagen werden CoVid-19-Patienten am Klinikum Weiden ausschließlich auf der Infektionsstation im Neubau mit entsprechenden Schleusentüren behandelt. Auch am Krankenhaus Tirschenreuth erfolgt die Betreuung von an CoVid-19-Erkrankten wie bisher weiterhin auf einer räumlich und personell strikt abgetrennten Station.

Kapazitäten auf den Stationen freigehalten

An beiden Standorten werden sowohl auf den Normalpflegestationen als auch auf der Intensivstation Kapazitäten für CoVid-19-Patienten und für traumatologische und neurochirurgische Patienten freigehalten. Die Notfallversorgung und dringliche Eingriffe sind weiterhin vollumfänglich gewährleistet.

„In den nächsten Tagen wollen wir auch wieder verstärkt elektive Eingriffe durchführen. In den regelmäßigen OP-Besprechungen wird der OP-Plan immer tagesaktuell angepasst. Entscheidend sind dabei vor allem die Kapazitäten auf den Intensivstationen, die wir rund um die Uhr überwachen. Damit sind wir in der Lage, kurzfristig auf verschiedene Entwicklungen reagieren zu können“, erklärt Hutzler.

Trend der Mediziner beunruhigt

Sie ergänzt: „Wir sehen seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020, dass unsere Patientenzahlen in vielen Bereichen deutlich niedriger sind als im Vorjahr – das ist ein deutschlandweiter Trend und beunruhigt uns Mediziner sehr. Denn die Vorsorge oder das Abklären von Beschwerden ist ein wichtiger Grundstein für die Gesundheit. Erkrankungen, die zu spät erkannt und behandelt werden, haben meist einen ernsteren Verlauf und schwerwiegendere Folgen.“

Freuen konnte man sich im Klinikverbund aber über die erneute Verlängerung des Einsatzes der „Helfenden Hände“ der Bundeswehr, diesmal bis zum 19. April. „Die Soldaten sind weiterhin hoch engagiert und motiviert und damit eine enorme Unterstützung und Entlastung für unsere Kolleginnen und Kollegen in vielen Bereichen. Wir sind hierfür sehr dankbar“, so Hutzler.

1.650 Mitarbeiter geimpft

Die Bundeswehrsoldaten werden unter anderem zur Unterstützung im eigenen Impfzentrum der Kliniken Nordoberpfalz am Klinikum Weiden eingesetzt. Rund 1.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben eine Impfung erhalten, mehr als 900 verfügen nach ihrer Zweitimpfung bereits über einen vollumfänglichen Impfschutz.

Weiterhin gilt in den Häusern des Klinikverbunds eine FFP2-Maskenpflicht und ein allgemeines Besuchsverbot – die Ausnahmeregelungen, z.B. für Väter bei und nach der Geburt, den Besuch von schwerkranken Patienten oder die Palliativstation, bleiben bestehen.

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