Wenn die Glocken in Rom sind: Kinder ersetzen Geläut durch Ratschen

Döllnitz. Am Morgen, Mittag und am Abend bitten die Ministranten um das Gebet zum Engel des Herrn. Mit ihren Ratschen sind sie in Döllnitz unterwegs, um von Karfreitag früh bis Karsamstagabend die Glocken zu ersetzen.

Von Sieglinde Schärtl

Die sechs Mädchen mit Andreas am Dorfkreuz. Foto: S. Schärtl
Die sechs Mädchen mit Andreas am Dorfkreuz. Foto: S. Schärtl

Beim Gloria am Gründonnerstag „fliegen die Glocken nach Rom“, sie schweigen dann. Aber leise bleibt es trotzdem nicht, denn dafür treten die Ratschn in den Mittelpunkt. In Döllnitz beginnen um sechs Uhr, 12 Uhr und um 18 Uhr, Ann-Katrin, Franziska, Lisa, Antonia, Laura, Maria und Andreas mit ihren Ratschen.

Aber bevor sie loslegen beten sie am Dorfkreuz das „Vater unser“. Über eine Stunde sind sie durchs Dorf unterwegs und so auch in Wittschau und Woppenrieth hier sind es weitere Ministranten der St. Jakobus Kirche von Dölllnitz, der St. Wolfgangs Kapelle von Wittschau und der St. Emmerams Kirche von Woppenrieth, die diesen Dienst erledigen.

Am Karsamstag ziehen sie dann von Haus zu Haus um „Eier zu betteln“. So bekommen sie von den Gläubigen ihren Ministrantenlohn in bar und Materialien gerne überreicht.

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