Wie der Chef-Tester von Gault&Millau inkognito das Restaurant Kuhlemann in Neustadt/WN besuchte

Neustadt. Adrian Kuhlemann ist "Entdeckung des Jahres" von Gault&Millaut. Das Restaurant Kuhlemann in Neustadt beschreibt der Restaurantführer als "eines der spannendsten Restaurants des Republik". Kuhlemann erzählt uns, wie es war, als der Chef-Tester ihn besuchte.

Adrian Kuhlemann bei der Preisverleihung in Berlin. Bild:
Adrian Kuhlemann bei der Preisverleihung in Berlin. Bild:
Chefredakteur und Chef-Tester Christoph Wirtz besuchte Neustadt, und war allem Anschein nach begeistert. Bild: Gault&Millau
Chefredakteur und Chef-Tester Christoph Wirtz besuchte Neustadt, und war allem Anschein nach begeistert. Bild: Gault&Millau
Chefredakteur und Chef-Tester Christoph Wirtz besuchte Neustadt, und war allem Anschein nach begeistert. Bild: Gault&Millau

Inkognito besuchte der Chefredakteur und Chef-Tester Christoph Wirtz von Gault&Millau im Restaurant Kuhlemann in Neustadt zum Testessen. „Er hat nicht unter seinem echten Namen, sondern unter einem Pseudonym reserviert“, erzählt Restaurantchef Adrian Kuhlemann (32). Noch eine Strategie, um nicht als Chef-Tester vorher aufzufallen: Wirtz kam allein, obwohl er für zwei reserviert hatte. Obwohl das Restaurantteam den Promigast sofort erkannte, standen sie nicht Kopf vor Freude. Wegen der falschen Reservierung war Kuhlemann erst einmal „grantig“, erzählt er. „Aber Grant ist besser als Aufregung.“

Chef-Tester kauft im Tante-Emma-Laden

Der Promigast wählte das Menü, das das Restaurant anbot, mit beiden Überraschungen. Vom Sommelier bekam er verschiedene Weine kredenzt. „Jeweils immer nur ein Minischluck für die Nase.“ Am Ende, so Kuhlemann, saß er sich noch mit Wirtz zusammen. „Er stellte ein paar Rückfragen zu den Notizen, die er sich gemacht hatte, zum Beispiel welche Crème unter dem Hirsch war. Er ließ sich die Küche zeigen und kaufte noch ein paar Sachen aus unserem Tante-Emma-Laden für den heimischen Kühlschrank.“

Adrian Kuhlemann am Werk. Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Adrian Kuhlemann am Werk. Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Das Restaurant Kuhlemann in Neustadt. Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Das Restaurant Kuhlemann in Neustadt. Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Das Küchenteam in seiner Kreativphase. Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Das Küchenteam in seiner Kreativphase. Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis
Bild: Restaurant Kuhlemann/Carina Feneis

Als die Auszeichnung bekannt gegeben wurde, war die Aufregung dafür umso größer. Über die Preisverleihung in Berlin erzählt der gebürtige Neustädter: „Das war schon spannend, in einem edlen Drei-Sterne-Restaurant, inmitten von so großen Namen, keiner kennt einen.“

„Konsequent regional und ästhetisch ausgereift“

Den Underdog-Status hat Kuhlemann mit der Auszeichnung „Entdeckung des Jahres“ vermutlich komplett abgelegt. Im Gault&Millau-Restaurantguide schreibt Chef-Tester Wirtz über Kuhlemann: „Im elterlichen Hotel kocht er so sensibel und eigenständig, so konsequent regional und ästhetisch ausgereift, wie man es heute vielleicht in Kopenhagen erwarten würde – aber nicht im Oberpfälzer Wald kurz vor der tschechischen Grenze.“ Auch schrieb Wirtz, dass Kuhlemann sich Posten in den besten Restaurants aussuchen hätte können.

„Es dauert länger, bis zum Durchbruch“

„Man hat es hier schon etwas schwerer“, bestätigt Kuhlemann. „Es dauert länger bis zum Durchbruch, bis man sich einen so großen Gästekreis erarbeitet hat, dass sich das alles trägt.“ Doch mittlerweile habe das Restaurant einen „kleinen, feinen Stammgästekreis“. Durch die Auszeichnung kämen jetzt auch Gäste von weiter her, aus Niederbayern oder Regensburg, in das Städtchen Neustadt/WN, das dank Kuhlemann kulinarisch mit Restaurants in den großen Metropolen der Welt locker mithalten kann.

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