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Wie entwickeln sich "Digitaler Bauantrag" und neue Landratsamträume?

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Neustadt/WN. „Der digitale Bauantrag bringt für Bauherrn, Planer und Behörden nur Vorteile, die Skepsis dagegen weicht!“, davon ist der Vorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion Edgar Knobloch überzeugt. Davon und von weiteren Baumaßnahmen sowie der räumlichen Aufteilung im Landratsamt haben sich CSU- und JU-Kreisräte ein Bild gemacht. 

Transparente Toranlagen werden die alten Tore ersetzen, wie Kreisbaumeister Werner Kraus (Dritter von rechts) den weiteren Ausbau des Eingangsportals am Neuen Schloss erklärt. Bild: Gerald Morgenstern. 

Seit 1. März diesen Jahres können Bauanträge, Ausgrabungsanträge, Vorlagen im Genehmigungsfreistellungsverfahren und viele weitere Anträge, Anzeigen und Unterlagen komplett digital beim Landratsamt eingereicht werden. Sachgebietsleiterin Christina Moller erklärte das Verfahren des Digitalen Bauantrags im Detail.

Neustadt ist Pilotlandratsamt 

Seit Oktober 2018 gehört der Landkreis Neustadt/WN zu einem der 15 Pilotlandratsämtern, die die Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren erproben - jetzt liegen erste Erfahrungen vor. Zum Einreichen des Bauantrags ist das Bayernportal zur Authentifizierung über die Bayern ID als elektronischer Fingerabdruck erforderlich, wie Christina Moller sagt. Im ersten Moment sei das digitale Einreichen ein Mehraufwand, der sich aber lohne.

Seit 1. März seien 15 Bauanträge digital eingegangen, herkömmlich eingehende Bauanträge werden im Amt eingescannt und gehen dann ihren Weg. „Der digitale Bauantrag kann nicht von der Couch aus gemacht werden, dazu ist Fachpersonal notwendig, jedoch sind wir gut dabei“ resümiert Christina Moller.

Gehts jetzt schneller? 

Landrat Andreas Meier hob den enormen Eingang von Bauanträgen hervor, die Fallzahlen steigen auch in diesem Jahr. Gerade hier bringe der digitale Weg Vorteile, zur Bearbeitung seien die Personalresourcen jedoch begrenzt, neues Fachpersonal sei rar.

Bearbeitungszeiten in den Fachstellen sowie die Qualität der eingehenden Anträge, 90 Prozent der Unterlagen seien nicht komplett, nannte der Landrat als Ursachen für mögliche Verzögerungen.

Landratsamterweiterung: Verbindung zwischen alt und neu

Bei einem Besichtigungsgang durch das Landratsamt stellte Kreisbaumeister Werner Kraus die räumliche Aufteilung sowie die Lage der Abteilungen vor, was besonders die neuen Kreisräte interessierte. Anhand einer historischen Karte bezeichnete es Kraus als Herausforderung die Besucherstromlenkung mit dem verzweigten, historischen Aufbau von altem, neuem Schloss mit dem modernen Anbau durchgängig zu gestalten.

Der moderne Erweiterungsbau, der sich wie die ehemalige Schlossmauer vor das neue Schloss stellt, sei über den Haupteingang zum "Hohlweg 2" zu erreichen. Die Übergänge vom Erweiterungsbau zum neuen Schloss seien fertiggestellt. Die ehemalige Kutscheneinfahrt mit dem großen Holztor und sowie der Ausgang erhalten eine transparente Türanlage, die für mehr Durchgängigkeit stehe.

Visuell und barrierefrei 

Eine Infostehle mache die Führung durch die Stockwerke visueller. Ein weiterer Eingang zum Landratsamt ist im Gebäude A, dem Alten Schloss, wo sich beispielsweise Führerschein- und Zulassungsstelle befinden.

Alle für die Besucher notwendigen Abteilungen können barrierefrei erreicht werden. Im März 2019 wurde der neue Anbau, der in Holzbauweise ausgeführt ist, bezogen: „Der Anbau und das Leitsystem sei funktionell, es hat sich bewährt, man hat sich eingelebt“, gab Werner Kraus sein Abschlussstatement. 

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