Wie steht es um die digitale Ausstattung der Schulen?

Weiden. Unter dem Motto "Digitalisierung im Fokus" besuchten MdL Nicole Bäumler und MdB Carolin Wagner die Europa-Berufsschule in Weiden.

MdL Nicole Bäumler (rechts) und MdB Carolin Wagner (links) besuchten die Europa-Berufsschule Weiden. Dort diskutierten sie mit Schulleiterin Martina Auer-Bertelshofer und ihrem Stellvertreter Thomas Neumann. Foto: Büro Bäumler

Besuch von zwei SPD-Bildungspolitikerinnen erhielt die Europa-Berufsschule Weiden. Wie aus einer Mitteilung des SPD-Büros von Nicole Bäumler hervorgeht, diskutierten die Weidener Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler und ihre Regensburger Kollegin aus dem Deutschen Bundestag, Carolin Wagner, dort mit der Schulleitung über den Stand der beruflichen Bildung.

Schulleiterin Martina Auer-Bertelshofer und ihr Stellvertreter Thomas Neumann informierten die beiden Abgeordneten ausführlich über das Schulprofil und die Entwicklung. Einen Schwerpunkt der Diskussion war das Thema Digitalisierung. „Momentan verfügen wir über eine gute digitale Ausstattung. Die allgemeinbildenden Schulen statten ihre Schülerinnen und Schüler derzeit als Teil des Pilotversuchs ‚Digitale Schule der Zukunft‘ mit
unterschiedlichsten digitalen Endgeräten aus. Wenn diese dann in wenigen Jahren zu uns kommen, muss unsere Hardware mit allen Systemen kommunizieren können. Dafür haben wir momentan weder technisch noch personell die Voraussetzungen“, erläuterte Auer-Bertelshofer.

“Freistaat muss sich beteiligen”

MdB Carolin Wagner verwies auf die Anstrengungen der Bundesregierung bei der Ausstattung der Schulen: „Mit dem Digitalpakt I haben wir eine gute Grundlage geschaffen. Damit die jetzt notwendigen Investitionen erfolgen können, arbeiten wir am Digitalpakt 2.0, der Anfang 2025 starten soll.“ Dafür brauche es aber auch eine spürbare finanzielle Beteiligung der Länder: „Bildung ist zu einem großen Teil Ländersache. Deswegen ist aus meiner Sicht eine 50/50-Finanzierung sinnvoll.“

Auch Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler wünschte sich ein stärkeres finanzielles Engagement des Freistaats, beispielsweise bei administrativen Tätigkeiten: „Schulen haben nicht die personellen Ressourcen, um sich um die fortlaufende Betreuung ihrer digitalen Infrastruktur zu kümmern. Und es ist auch auf die Dauer keine Lösung, diese Aufgaben und Kosten den Kommunen aufzubürden. Ich erwarte vom Freistaat Bayern, dass man hier mehr
Verantwortung übernimmt und den Schulen IT-Fachkräfte zur Verfügung stellt.“

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