Minister Ludwig Spaenle eröffnet Technikum für Kraft-Wärme-Kopplung an der OTH

Amberg. Nach knapp 1,5 Jahren Bauzeit eröffnet Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle das neue Technikum für Kraft-Wärme-Kopplung an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH). Die Hochschule nutzt das Technikum für ihre Forschungen im Bereich effiziente und ressourcenschonende Energieversorgung.

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Knapp 1,5 Jahre wurde am Technikum für Kraft-Wärme-Kopplung an der OTH gebaut. Am Donnerstag eröffnet nun Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle die Forschungseinrichtung. Bild: Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach/Fotostudio Ingo Böhler

Knapp 1,5 Jahre dauerten die Bauarbeiten an, 1,8 Millionen investierte das Bayerische Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst in das  Technikum für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Technikum) an der OTH. Nun ist es fertiggestellt und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle (CSU) eröffnet am Donnerstag ab 18 Uhr das Laborgebäude. Den Neubau plante das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach in enger Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch bündelt das Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung (KoKWK) seit 2012 die Forschungsaktivitäten der OTH Amberg-Weiden im Bereich effiziente und ressourcenschonende Energieversorgung.

Moderne Prüfstandtechnik für  Forschung und Entwicklung

Das Bauwerk umfasst knapp 260 Quadratmeter Laborflächen mit moderner Prüfstandstechnik für die angewandte Forschung und Entwicklung an Kraft-Wärme-Kopplungs-Systemen. In einer flexibel nutzbaren Halle können kleine, eigenständige Blockheizkraftwerke aufgebaut und erprobt werden, wie sie beispielsweise in Ein- oder Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommen. Für größere Aggregate, die unter anderem für die Energieversorgung bei Stadtwerken, Kliniken oder Industriebetrieben genutzt werden, steht eine abgetrennte Prüfkabine mit zwei Prüfständen zur Verfügung. Ferner gibt es separate Räume für Vorbereitung und Auswertung. Das Technikum gehört zur Fakultät für Maschinenbau/Umwelttechnik und wird künftig für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Kooperation mit den Industrie- und Forschungspartnern der OTH Amberg-Weiden genutzt. Im Rahmen von Abschluss- und Projektarbeiten in den Bachelor- und Masterstudiengängen der Hochschule werden auch Studierende in die Arbeiten eingebunden und an den  Forschungsanlagen ausgebildet.

Energieversorgungslösungen für Nordoberpfälzer Firmen entwickelt

Die im Technikum entwickelten Systeme dienen als Blaupause für die Übertragung in die kommunale und industrielle Praxis. Das Kompetenzzentrum bot dem Haselmühler Grammer Werk, BHS Corrugated, dem Klinikum Weiden und dem Kemnather Metzgereibetrieb Ponnath bereits Energieversorgungslösungen an. Erste Versuchsanlagen werden bereits zur Einweihung am 10. März 2016 im neuen Technikum zu besichtigen sein. Das Kompetenzzentrum KWK, das bayernweit mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten sowie Herstellern und Anwendern aus Industrie, Energieversorgung und Kommunen vernetzt ist, veranstaltet im Vorfeld der Einweihung in Kooperation mit der Bayern Innovativ GmbH am gleichen Tag von 9 bis 17 Uhr an der OTH in Amberg (Kaiser-Wilhelm-Ring 23) eine Tagung unter dem Motto ‚Systemstütze KWK – Schlüsseltechnologie der Energietransformation‘. Hierzu werden über 100 Fachleute aus Deutschland und Österreich erwartet, um sich über die aktuellen Entwicklungstendenzen in der KWK-Technologie zu informieren.

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