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Woher kommen die Risse am Haus?

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Pleystein. Der Bauauschuss lehnt den Antrag eines Ehepaars auf Tonnagebeschränkung im Stadtgraben West ab. Eine Sanierung der Augustinerstraße ist dringend notwendig.

Eine Tonnagebeschränkung am Stadtgraben West lehnte der Bauausschuss ab. Foto: Walter Beyerlein

Das Nein des Bauausschusses war einstimmig: In der Innerortsstraße „Stadtgraben West“ wird es keine Tonnagebeschränkung geben. Die Eheleute Karlheinz und Birgit Klotz wohnen dort und haben einen entsprechenden Antrag gestellt. Begründet haben dies die Eheleute mit Rissen an der Außenwand ihres Hauses, deren Ursache sie in der Befahrung der Straße mit schweren Lastkraftwagen als Zulieferer zu einem dortigen Getränkemarkt sehen.

Bei der späteren Sitzung im Rathaussaal wurde aus dem Kreis der Bauausschussmitglieder die Befürchtung geäußert, dass bei Anerkennung des Schadens und seiner Ursache eine Vielzahl ähnlicher Anträge folgen werde.

Ursache für die Risse am Haus sind nicht geklärt

Eine Situation wie bei den Beschwerdeführern ergebe sich bei den Häusern, die unmittelbar an eine Straße ohne Vorgarten gebaut sind. Die Ausschussmitglieder waren der Meinung, dass selbst bei Tonnagebeschränkung das Zusatzschild „Anlieger frei“ angebracht werden müsste, damit Lieferantenfahrzeuge diese Straßen befahren können. Vor Ort wurde wohl auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung angesprochen, die aber nicht Bestandteil des Antrags der Eheleute Klotz war.

Thomas Parton (FWG/SPD) brachte hier als „Überlegung“ eine 30er-Zone für die gesamte Ortschaft ein. Bernd Piehler (CSU) betonte, dass die Ursache für die Risse im Haus der Eheleute Klotz nicht geklärt sei. Einstimmig erteilte der Bauausschuss dem Antrag auf Tonnagebeschränkung eine Absage.

Akuter Handlungsbedarf in Augustinerstraße

Beim Rundgang durch Pleystein führte der Weg der Bauauschuss-Mitglieder in die Anton-Wurzer-Straße. Für die Sanierung dieser Straße sind laut Bürgermeister Rainer Rewitzer im Haushaltsplan 2022 bereits 485.000 Euro eingeplant. Um die Maßnahme umzusetzen, muss noch die Neuberechnung der Abwasserkanäle vorliegen.

Dringender Handlungsbedarf besteht in der Augustinerstraße. Dort sind die Straßenrandsteine und die Regenwassergullys an den Straßen abgesunken. Bürgermeister Rewitzer betonte, dass diese Ortsbesichtigung ausschließlich den Sinn hat, die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen an der Straße zu sehen. Um Klarheit über den kompletten Umfang der Arbeit zu bekommen, wird das Bauamt beauftragt eine Kamerabefahrung des Abwasserkanals durchführen zu lassen. Die dann gewonnenen Erkenntnisse zeigen, inwieweit eventuell auch der Kanal saniert werden muss.

Straßenlampe wird aufgestellt

Albert Danzer, Miesbrunn, hat gebeten, in der Straße zum Dampferstodl eine Straßenlampe aufzustellen und darauf hingewiesen, dass das problemlos möglich sei, weil die Stromleitung bereits vorhanden ist. Thomas Parton (FWG/SPD) vertrat die Meinung, dass ein einzelner Beleuchtungskörper keinen Sinn mache, es müsste vielmehr die gesamte Straße in Richtung Ortsmitte Miesbrun beleuchtet“werden.

Mit 4:3 Stimmen beschloss der Bauausschuss dem Wunsch des Antragstellers zu entsprechen. Thomas und Manuela Lang, wünschen sich die Aufstellung einer Straßenlampe in ihrem Ortsteil Pfifferlingstiel. Dieses Ansinnen lehnte der Bauausschuss mit 1:6 Stimmen ab.

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