Zahlreiche Biker beim Motorradgottesdienst

Tännesberg. Vor der Wallfahrtskirche, am Freialtar, begrüßte Predigt Pfarrer Wilhelm Bauer rund 220 begeisterte Motorradfahrer zum Motorrad-Gottesdienst. Auch er war einst als Biker unterwegs. 

Von Sieglinde Schärtl

MOtorradgottesdienst Tännesberg
Nach der Messfeier segnete Pfarrer Bauer (im Bild) und Diakon Hammerl jedes Motorrad und ihre Fahrer, die sich alle vor der Wallfahrtskirche aufgereiht hatten. Foto: S. Schärtl

Der jüngste Motorrad-Fan, der siebenjährige Maximilian aus Weiden, kam mit seinem Opa im Sozius. Seit einem Jahr begleitet er seinen Opa Hans schon. Der zehnjährige Konstantin aus Albersrieth kam sogar in kompletter Motorrad-Montur. Er fährt auf der BMW seines Papas Hubert mit. Dennoch bedauerte Pfarrer Bauer, dass recht wenige junge Leute gekommen waren: „Entweder sie haben kein Interesse oder es fehlt am Geld.“ Nachvollziehen konnte er es nicht, war er doch einst als junger Kaplan selbst begeisterter Motorradfahrer.

Über 220 Motorradfahrer – meist Männer – sind der Einladung des Motorsportclub (MSC) mit Vorsitzendem Alexander Günther nach Tännesberg gefolgt. Auch einige Bikerinnen fanden sich an der Wallfahrtskirche ein. Martina Ritsch erzählte mit Begeisterung, dass sie seit sechs Jahren mit ihrer Kawasaki unterwegs sei. Dabei kamen einige Motorrad-Freunde nicht nur aus dem Landkreis, sondern auch aus den Nachbarlandkreisen Schwandorf, Tirschenreuth, Amberg, Sulzbach Rosenberg, Bayreuth, Cham und der Stadt Weiden gekommen.

Bestes Wetter zum Frühshoppen

Das Wetter lud gerade zu zu einer Spritztour zur Wallfahrtskirche ein. Auch für das siebte Treffen hatte das Team des MSC alles besten vorbereitet. So konnten sich alle beim Frühschoppen nach dem Gottesdienst neben der Kirche stärken.

Pfarrer Wilhelm Bauer zelebrierte mit Diakon Norbert Hammerl den zahlreichen Gästen und Einheimischen an der Spitze Bürgermeister Max Völkl, der ebenfalls mit seiner Maschine vertreten war, den Gottesdienst. „Wenn wir unterwegs sind begleitet uns Jesus, aber nicht nur er, sondern auch der Heilige Christopherus, dessen Medaillon an keinem Fahrzeug fehlt,“ so Pfarrer Bauer in seiner Predigt. „Geistliche Begleiter sind auch Menschen in der Familie und Freunde, die euch wünschen, kommt gut heim.“

Gemeinsam gedachten die Vereinsmitglieder und Gäste auch aller Verkehrsopfer, die heute noch an den Folgen leiden, sowie ihrer verstorbenen Vereinskameraden insbesondere Gerhard Haberl. Die Lesung hatte zuvor MSC-Mitglied Richard Zimmet vorgetragen, der auch bei der Kommunionausteilung mit half. Der Motorradgottesdienst vor der St. Jodokkirche am Freialtar, der mit Motorradhelmen „geschmückt“ war, wurde von der „Tännband“ umrahmt.

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