Betrug per Handy: 2.300 Euro ergaunert

Grafenwöhr. Gutgläubig überwies eine Seniorin ihrer vermeintlichen Tochter 2.300 Euro für einen neuen Fernseher. Das Geld ist nun weg.

Betrüger zockten eine Seniorin übers Handy ab. Foto: Pixabay

Wieder einmal gelang es einem Gauner, die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft einer älteren Dame auszunutzen. Die Rentnerin erhielt vor einigen Tagen eine Mitteilung über einen weltweit bekannten Messenger Dienst auf ihr Smartphone.

„Tochter“ braucht Geld für Fernseher

Darin stand geschrieben „Hallo Mama, habe mein Handy in Waschmaschine gesteckt und habe jetzt ein neues Handy, mit folgender Rufnummer“. Einige Zeit später erhielt sie eine erneute Nachricht unter dieser Nummer, dass sie angeblich für den Kauf eines neuen TV-Gerätes dringend über 2.300 Euro benötige und das Geld sofort auf ein Konto überwiesen werden muss.

Die ältere Dame versuchte zurückzurufen, konnte jedoch niemanden erreichen. Nach kurzer Überlegung tätigte sie über ihre Hausbank die Sofort-Überweisung des Geldbetrages.

Rückbuchung nicht mehr möglich

Am nächsten Tag ging eine ähnliche Mitteilung mit der Bitte einer erneuten Überweisung auf ein anderes Konto ein. Die Geschädigte wurde stutzig und tätigte glücklicherweise keine weitere Zahlung.

Erst bei einem Besuch durch die Tochter flog der Betrug endgültig auf. Bei der Anzeigenaufnahme wurde ihre Bank zur Rücküberweisung aufgefordert, jedoch vergebens. Der Betrag konnte nicht mehr zurückgebucht werden.

Gefälschte Personalien

Die Ermittlungen ergaben bislang wenig Aussicht auf Erfolg. Die Beamten ermittelten zwar eine deutsche Onlinebank, jedoch waren die dort angegebenen Personalien gefälscht. Zudem führt eine Spur nach Frankreich, die jedoch ebenfalls aufgrund weiterer Namens- und Adressenfälschungen wenig gewinnbringend erscheint. Auch die hinterlegten Daten beim Handyanbieter waren falsch.

Wiederholt warnt die Polizei Eschenbach vor dieser Betrugsmasche. Kurz und bündig muss stets der Grundsatz „misstrauisch sein und stets rückversichern“ beachtet werden. Auch wenn die Nachricht noch so dramatisch klingt und eine rasche Rückversicherung nicht möglich ist, sollten Verwandte, Freunde oder auch die Polizei vorher eingebunden werden.

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