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Das „Schätzler“: Jetzt noch Großbaustelle, nächstes Jahr schon Traumbad

Weiden. Das Schätzlerbad ist noch eine Großbaustelle. Ein neu aufgelegtes Förderprogramm hatte den Zeitplan komplett über den Haufen geworfen. Doch im kommenden Jahr können sich die Wasserratten auf eine Top-Anlage freuen.

Rund sechs Millionen Euro werden in die Sanierung des Schätzlerbads investiert. Im kommenden Jahr steht die Freizeitoase den Wasserratten dann wieder zur Verfügung. Foto: OberpfalzECHO/David Trott

Das Schätzlerbad ist in die Jahre gekommen. Seit mehr als 40 Jahren ziehen die Wasserratten dort schon ihre Bahnen. Der Zahn der Zeit hat aber schwer an der Anlage genagt. Kaputte Wasserleitungen, defekte Filter und veraltete Technik. Immer wieder wurde in der Vergangenheit notdürftig repariert und geflickt. Irgendwann musste Schluss damit sein. Eine Generalsanierung musste her.

Im Oktober des Vorjahrs rückten dann endlich die Baumaschinen an. Heuer im Herbst soll das rund sechs Millionen teure Vorhaben abgeschlossen sein. Nichts spricht momentan dagegen. „Wir liegen voll im Zeitplan“, betont Ilona Forster, Vorsitzende des Schwimmvereins Weiden, dem die 18 Hektar große Freizeitoase gehört.

Neues Förderprogramm verzögert die Maßnahme

Der Zustand des Bads war besorgniserregend. „Wir hätten gar nicht mehr aufsperren können“, erzählt die SV-Vorsitzende. Alleine die Riesenmenge an Wasser, die einfach nur versickerte, hätte ein kleines Vermögen gekostet. Eigentlich wollte man das Vorhaben schon 2019 angehen. Doch dann wurde neues Förderprogramm vom Freistaat aufgelegt.

„Wir mussten unsere Planungen eigentlich wieder auf null stellen“, berichtet Ilona Forster. Denn man wollte die satten Zuschüsse in Höhe von 40 Prozent natürlich mitnehmen. Die ganzen Gewerke mussten neu ausgeschrieben werden, dieses Mal europaweit. Und sogar der ursprünglich mit der Planung beauftragte Architekt musste ausgewechselt werden.

In den großen Badeweiher kann man reinhüpfen. Foto: OberpfalzECHO/David Trott

Vereinsmitglieder brauchen heuer keine Beiträge zu zahlen

So kams, dass erst im vergangenen Jahr die Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden konnten. Sehr zum Unmut der Badefreunde, für die bereits die dritte Schwimmsaison im „Schätzler“ buchstäblich ins Wasser fällt. Da macht sich dann schon ein bisserl Unmut unter den Wasserratten breit, die sich an Spitzentagen zu Tausenden auf der großzügigen Anlage tummeln. Ilona Forster hat Verständnis dafür. „Wir können es aber leider nicht ändern.“ Kleines Trostpflaster: Die Vereinsmitglieder brauchen heuer keine Beiträge zu zahlen.

SV-Vorsitzende hat gut zu tun

Auch die SV-Vorsitzende könnte sich einen entspannteren, endlich von Corona-Auflagen befreiten Sommer 2022 vorstellen. Denn die Großbaustelle hält sie schwer auf Trab. „Ich denke, ich bin jeden Tag drei Stunden damit beschäftigt, E-Mails und Anfragen zu beantworten, Termine abzustimmen und mit den Baufirmen in Kontakt zu bleiben“, erzählt sie. Außerdem findet jeden Montag zudem noch eine Baustellenbesprechung statt.

Die SV-Vorsitzende Ilona Forster managt die Großbaustelle. Foto: Theo Kurtz

Verein kauft Wellnessmaschine

Im Zuge der Generalsanierung werden alle Leitungen ausgewechselt und die veraltete Technik komplett erneuert. Das Senioren- und das Schwimmerbecken bekommen eine Edelstahlauskleidung, übrigens made in Österreich. Zudem werden behindertengerechte Einstiege angebracht. Die Stadt stemmt das Millionenprojekt, aber auch der Schwimmverein engagiert sich finanziell und investiert rund 300.000 Euro in eine neue Wellnessmaschine.

Weiher bietet Badespaß pur

Ganz aufs Schwimmen brauchen die Badefreunde im Schätzler nicht zu verzichten. Der Weiher kann genutzt werden. Das 22 Grad-warme Gewässer im Herzen der Anlage hat Charme, ist ein kleines Idyll in bester Stadtrandlage. Sauber gemähte Wiesen laden zum Sonnenbaden und Entspannen ein. Zu haben ist der Naturgenuss für gerade mal zwei Euro. „Im Gegensatz zu anderen Naturweihern, gibt es halt bei uns auch Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen und Duschen“, betont Ilona Forster. Und ein Wirtshaus mit großer Sonnenterrasse. Schließlich macht auch Faulenzen hungrig und durstig.

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