Die Natur zeigt schnell, was sie kann

Neustadt/WN. Mit der Natur einen Garten gestalten, nicht gegen sie: Balke klärt in seinem Vortrag über das Thema auf.

Christian Balke (rechts) zeigt den Nordoberpfälzer Grünen seinen prämierten Naturgarten in Neustadt/WN. Foto: Gabi Eichl
Christian Balke (rechts) zeigt den Nordoberpfälzer Grünen seinen prämierten Naturgarten in Neustadt/WN. Foto: Gabi Eichl
Blick in den Naturgarten von Christian Balke und Viktoria Harrer. Foto: Gabi Eichl
Blick in den Naturgarten von Christian Balke und Viktoria Harrer. Foto: Gabi Eichl
Sie stehen unauffällig überall: Dürre markhaltige Stängel, zum Beispiel von der Brombeere, senkrecht in den Boden gesteckt als Niströhre für Wildbienen. Foto: Gabi Eichl
Sie stehen unauffällig überall: Dürre markhaltige Stängel, zum Beispiel von der Brombeere, senkrecht in den Boden gesteckt als Niströhre für Wildbienen. Foto: Gabi Eichl
Christian Balke (rechts) zeigt den Nordoberpfälzer Grünen seinen prämierten Naturgarten in Neustadt/WN. Foto: Gabi Eichl
Blick in den Naturgarten von Christian Balke und Viktoria Harrer. Foto: Gabi Eichl
Sie stehen unauffällig überall: Dürre markhaltige Stängel, zum Beispiel von der Brombeere, senkrecht in den Boden gesteckt als Niströhre für Wildbienen. Foto: Gabi Eichl

Zwei Stunden sind gleich vorbei, wenn Christian Balke und Viktoria Harrer durch ihren Naturgarten führen. Manches, was die Natur in seinem Garten tut, ist Balke selbst ein Rätsel, aber so ist das eben, wenn man der Natur weitgehend freie Hand lässt.

Balke zeigt Gartenfreunden unter den Nordoberpfälzer Grünen, was passiert, wenn man versucht, mit der Natur einen Garten zu gestalten, nicht gegen sie. Er muss allerhand Fragen beantworten.

Alles, nur kein kurz gemähter Rasen

Einen kleinen Teich mit Bachlauf, gespeist aus Regenwasser, hat Christian Balke gerade erst fertig gebaut. Zur Konstruktion haben die Besucher aus den Grünen-Kreisverbänden Weiden, Neustadt/WN und Tirschenreuth eine Menge Fragen. Und die Fragen reißen nicht ab bei dem Rundgang durch einen Naturgarten, in dem es nur eines nicht gibt: eine kurz gemähte Rasenfläche.

Christian Balke arbeitet beinahe ausschließlich mit den eigenen Händen, und er verwendet auch am liebsten, was er wiederverwenden kann. Eine Rankhilfe für den Wein an seinem Haus hat er aus zusammengesammelten Ästen gebaut. Er weiß, der Wein wird irgendwann den einen oder anderen Ast unter seinem Gewicht zusammenbrechen lassen. Ja und? Dann wird der Ast einfach ersetzt.

Schweiß und Muskelkraft stecken hinter der Blütenpracht

Falsch wäre jedoch der Eindruck, der gerade einmal zwei Jahre alte Naturgarten sei einfach so entstanden. Balke hat im Gegenteil viel Schweiß und Muskelkraft investiert, damit zum Beispiel ein etwa eineinhalb Meter breiter Streifen zu einer reich gedeckten Tafel für Insekten wird. Der heimische fette Boden musste erst abgemagert werden, um eine Pflanzenvielfalt zu schaffen.

Diese aber habe sich dann erstaunlich schnell durchgesetzt, sagt Viktoria Harrer. Überhaupt geht vieles erstaunlich schnell, wenn man der Natur folgt und nicht unablässig gegen sie kämpft, stellen Balke und Harrer nach zwei Jahren Gärtnern mit der Natur fest. Walderdbeeren etwa, im vergangenen Jahr in Form einiger weniger Pflänzchen gesetzt, besiedeln heuer ein ganzes Eck des Gartens.

Nach dem Rundgang gibt es auf der Terrasse Kostproben all dessen, was sich aus dem Grün des Gartens an Brotaufstrichen machen lässt. Die grünen Gäste greifen beherzt und sehr angetan zu.

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