Die Wasserzukunft in Bayern muss neu gedacht werden

Nordoberpfalz. Mehr als 80 Teilnehmer, darunter 20 Bürgermeister, haben sich beim mittlerweile fünften Wasserforum über die Wasserzukunft in der Oberpfalz und in Bayern Gedanken gemacht.

Regierungspräsident Walter Jonas (rechts) mit den Referenten des Wasserforums. Foto: Regierung der Oberpfalz

Der Klimawandel mit seinen zum Teil dramatischen Auswirkungen ist immer stärker zu spüren: Waldbrände, die Städte heizen sich im Sommer zunehmend auf, Felder trocknen aus, mancherorts muss Trinkwasser gespart werden, die Grundwasserstände sinken. Daher ist es höchste Zeit, gegenzusteuern und die Wasserzukunft Bayerns neu zu denken.

Welche konkreten Aufgaben stehen auf der Agenda? Wie kann die „Wasserzukunft Bayern 2050“ gestaltet werden? Diese und weitere relevante Themen zur Vorsorge und Anpassung erörterten Expertinnen und Experten beim fünften Wasserforum Oberpfalz im Rahmen der Aktion Grundwasserschutz Oberpfalz.

Mehr als 80 Forums-Teilnehmer

Auf Einladung des Sachgebiets Wasserwirtschaft tauschten sich im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz mehr als 80 Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen zum Thema Trinkwasserschutz aus.

Die Gäste, darunter zahlreiche Bürgermeister sowie Vertreter der Wasserversorger, Vertreter der Wasserwirtschaft, der Landwirtschaftsverwaltung und des Bauernverbandes nutzten die alljährlich stattfindende Plattform, um diese hochaktuellen Themen zu diskutieren.

Prognosen zum Klimawandel

„Wer in der Zukunft die Wasserversorgung sicherstellen will, muss jetzt handeln“, betonte Regierungspräsident Walter Jonas in seiner Eröffnungsrede. „Beim Klimaschutz sehen wir heute schon, dass wir keine Zeit mehr verlieren dürfen. Staat, Gesellschaft, aber auch jede und jeder Einzelne sind gefordert, damit Worten auch Taten folgen.“

Über die mehr als deutlichen Prognosen zum Klimawandel und den Auswirkungen im bayerischen Donauraum – Regensburg ist hier zentral betroffen – informierte Professor Dr. Martin G. Grambow vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Professor Dr. Jörg E. Drewes von der Technischen Universität in München stellte die Ergebnisse einer von der bayerischen Staatsregierung beauftragten Expertenkommission zur Wasserzukunft Bayerns vor.

Experten hielten Vorträge

Eva Schnippering, ebenfalls vom Bayerischen Umweltministerium, warb, in Anwesenheit von über 20 Oberpfälzer Bürgermeister, für eine wassersensible Siedlungsentwicklung.

Der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Neumarkt Energie GmbH, Dominique Kinzkofer, vermittelte in seinem Vortrag die Notwendigkeit der Vernetzung als ein Baustein für eine klimaresiliente Trinkwasserversorgung. Wie essenziell wichtig der Grundwasserschutz ist und wie jede und jeder einzelne einen Beitrag dazu leisten kann, erläuterte Claudia Muhr vom Sachgebiet Wasserwirtschaft der Regierung der Oberpfalz.

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