Ein Förderprogramm, mit dem alle zufrieden sind

Vohenstrauß. Der Stadtrat hat mit „Jung kauft Alt“ ein ungewöhnliches Förderprogramm beschlossen.

„Den Stadtkern stärken und junge Familien unterstützen“ lautet das Credo den neu aufgelegten Programms. Foto: Josef Pilfusek

Die Stadt möchte die Bereitschaft junger Familien und Paare fördern, um das gewachsene und typische Ortsbild zu erhalten und zu pflegen. Dazu hat der Stadtrat in seiner Sitzung Nägel mit Köpfen gemacht und einstimmig das kommunale Förderprogramm „Jung kauft Alt“ beschlossen.

Dieses geht laut Andreas Wutzlhofer auf den entsprechenden Antrag der CSU-Stadtratsfraktion im Juli 2020 zurück. „Das Programm soll junge Familien dabei unterstützen, ein 50 Jahre und älteres Gebäude im Gebiet der Großgemeinde Vohenstrauß zu erwerben und zu sanieren“, sagte der Bürgermeister.

Kämmerer erörtert die Rahmenbedingungen

Kämmerer Jonas Feselmeier ging in seinen Ausführungen auf die intensiven Besprechungen mit den Fraktionen ein, in denen mögliche Fördersummen und Fördergebiete diskutiert worden seien. Die Höhe der Förderung war seinen Worten zufolge auf jeweils 1.500 Euro für nachgewiesene Kosten für den Erwerb sowie Planung und Architektenhonorar festgesetzt worden.

Bei den darauf folgenden Umbau- oder Sanierungsmaßnahmen erhalten kinderlose Antragsteller für drei Jahre jeweils 1.500 Euro. Diese gibt es auch für Antragsteller mit einem Kind für vier Jahre, mit zwei Kindern für fünf Jahre sowie drei und mehr Kinder für sechs Jahre.

„Der Förderhöchstbetrag beläuft sich pro Erwerbsvorgang auf 12.000 Euro“, sagte Feselmeier und ergänzte: „Das jährliche Fördervolumen ist auf 60.000 Euro begrenzt. Die Laufzeit der Zahlungen und die Gesamthöhe der Förderung richtet sich nach den Voraussetzungen zum Zeitpunkt des Antrags.“

Schon im September geht es los

Nach dem Beschluss des Stadtrats tritt das Förderprogramm mit Wirkung zum 1. September in Kraft und gilt bis zum 31. August 2026. „Die Einstellung oder Verlängerung bedarf eines gesonderten Stadtratsbeschlusses“, heißt es weiter. „Die Entwicklung in den Wohngebieten schreitet schnell voran“, stellte Thomas Eiber (CSU) fest und fand: „Wir müssen deshalb den Stadtkern stärken und junge Familien unterstützen.“

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