Elf Oberpfälzer Schulen profitieren vom Startchancen-Programm

Regensburg/Weiden. Die Regensburger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Carolin Wagner und die Weidener SPD-Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler sowie CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Oetzinger freuen sich, dass aus ihren Wahlkreisen insgesamt elf Schulen zur Aufnahme in das neue Startchancen-Programm ausgewählt wurden.

Dazu erklärt die stellvertretende bildungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Carolin Wagner: “Ich freue mich, dass drei Schulen in Regensburg ab dem kommenden Schuljahr vom Startchancen-Programm unterstützt werden. Mit dem Startchancen-Programm investieren Bund und Länder über zehn Jahre insgesamt 20 Milliarden Euro in Schulen in sozial herausfordernden Lagen. Das ist ein zentraler Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit auch in unserer Region.”

Auch Nicole Bäumler, Bildungsexpertin der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, freut sich in einer Pressemitteilung über die Nachricht, dass neben Regensburg insgesamt acht weitere Schulen in Amberg, Schwandorf und Weiden profitieren werden: “Bildung ist unsere wertvollste Ressource und entscheidend für die persönliche Zukunft, aber auch den zukünftigen Wohlstand unseres Landes! Das Programm ist ein wichtiger Schritt, um das Potential aller jungen Menschen als die Fachkräfte von morgen zu entfalten.”

100 Schulen erhalten Förderung im ersten Jahr

„Es freut mich, dass wir mit dem Startchancen-Programm unsere erfolgreiche bayerische Spitzenposition bei der Bildung ausbauen und Schulen sowie Unterricht noch besser machen“, sagt der CSU-Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Oetzinger.

In Bayern profitieren insgesamt 580 Schulen im Rahmen des sogenannten Startchancen-Programms von der Förderung. “Der Freistaat gibt noch einmal die gleiche Summe zu den über 1,4 Milliarden Euro an Bundesmitteln in den Fördertopf. Damit stehen fast drei Milliarden Euro für die Laufzeit von zunächst zehn Jahren zur Verfügung”, so Oetzinger in einer Pressemitteilung.

Nicole Bäumler hat jedoch auch Kritik am Programm: “Einerseits ist es sehr schade, dass Bayern im ersten Schritt nur 100 von eigentlich möglichen 580 Schulen ausgewählt hat. Damit müssen viele Schulen ein weiteres Jahr auf eine Förderung warten. Und zum anderen bedaure ich es sehr, dass unter den ersten 100 gemeldeten Schulen keine einzige bayerische Berufsschule ist. Gerade diese Schulart wird häufig von der Staatsregierung vergessen und das ist wieder so ein Beispiel dafür.”

Investitionen in Ausstattung und Gebäude

Dr. Carolin Wagner weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Bildungsungerechtigkeit im Freistaat besonders groß ist: “Das ifo-Institut hat kürzlich festgestellt, dass Bayern in Sachen Bildungsgerechtigkeit bundesweit am schlechtesten abschneidet. Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit, dass im Freistaat nicht die besten Köpfe gefördert werden, sondern die finanziell bessergestellten. Das Versagen der bayerischen Bildungspolitik geht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler!”

„Mit dem Startchancen-Programm sollen besonders Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler gefördert werden“, so Oetzinger. „Das Geld ist für Baumaßnahmen, zusätzliches Personal wie Sozialarbeiter und auch zur freien Verwendung der Schulen gedacht. Für mich steht dabei fest: Besonders der Fokus auf die Grundkompetenzen der Schülerinnen und Schüler wie Lesen, Schreiben und Rechnen muss bei der Verwendung der Fördermittel im Vordergrund stehen. Unser Ziel ist, dass die bayerischen Schülerinnen und Schüler auch künftig die beste Bildung in Deutschland bekommen.“

Das Startchancen-Programm wird bis zum Schuljahr 2026/27 in verschiedenen Förderrunden bundesweit 4.000 Schulen erreichen. Das Programm fördert die nach sozialen Kriterien ausgewählten Schulen mit zusätzlichen Mitteln, um folgende Maßnahmen zu ergreifen: Investitionen in Schulgebäude und eine moderne Ausstattung. Einstellung von zusätzlichem pädagogischem Personal, um eine intensive Betreuung und Förderung von Schülerinnen und Schülern zu gewährleisten.

Eigene Schwerpunktsetzung dort, wo es am dringendsten nötig ist, durch ein individuelles Chancenbudget.

Die in der Oberpfalz geförderten Schulen sind:

  • Dreifaltigkeits-Mittelschule Amberg
  • Barbara-Grundschule Amberg
  • Linden-Grundschule Schwandorf
  • Kreuzberg-Mittelschule Schwandorf
  • Kreuzberg-Grundschule Schwandorf
  • Pestalozzi-Mittelschule Weiden i.d.OPf.
  • Gerhardinger-Grundschule Weiden i.d.OPf.
  • Albert-Schweitzer-Grundschule Weiden i.d.OPf.
  • Pestalozzi-Mittelschule Regensburg
  • Pestalozzi-Grundschule Regensburg
  • Grundschule Hohes Kreuz Regensburg

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