Für neues Gerätehaus „in die Gänge kommen“

Hessenreuth. Die Planung eines neuen Gerätehauses der Feuerwehr steht in den Startlöchern. Aufgrund Platzmangels soll das Gerätehaus auf einem neuen Grundstück errichtet werden.

Der baufällige Schlauchturm ist bereits passé (Abbruchspuren links hinten). Nun wollen Feuerwehr Hessenreuth und Stadt Pressath gemeinsam an die Planung eines neuen Gerätehauses gehen. Bild: Bernhard Piegsa

„Ein Gebäude für die Zukunft und ein Ort der Gemeinschaft“: das soll das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hessenreuth nach den Worten des Pressather Bürgermeisters Bernhard Stangl werden. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schraml umriss der Stadtchef seine Vorstellungen von einem künftigen kombinierten Gemeinschafts- und Feuerwehrhaus, das auch als Dorfmittelpunkt fungieren könne, ohne indes dem Gasthaus Konkurrenz zu machen.

In die Zukunft investieren

„Die Feuerwehr ist für das soziale Leben und den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft überlebenswichtig, sie ist hoch motiviert und einsatzbereit, und deshalb sollte auch ein neues Gerätehaus gebaut werden“, urteilte Stangl.

Auf den Einwand von Beisitzer Detlef Schraml Pöllmann, dass man solche Worte schon von drei Amtsvorgängern vernommen habe, ohne dass Taten gefolgt wären, stellte der Bürgermeister nachdrücklich klar, dass „die Stadt Pressath auf jeden Fall in die Gänge kommen muss“. Diese Ansicht teilte Adjutant Andreas Arnold: Zwar fehle es gegenwärtig nicht an Nachwuchs, doch könne sich das bald ändern, wenn „nicht in die Zukunft investiert wird“.

Neubau auf neuem Grundstück

Einig waren sich Feuerwehrverantwortliche und Bürgermeister, dass eine dauerhafte Lösung am jetzigen Standort nicht zu verwirklichen sei. Für einen Neubau, der den aktuellen gesetzlichen Vorgaben gerecht werde, sei auf diesem Grundstück nicht genug Platz, auch ein mit einer Sanierung des Altbaus verknüpfter Anbau komme nicht in Betracht.

Beispielsweise, so Andreas Arnold, müsse allein schon der Schulungsraum mindestens 30 Quadratmeter groß sein. Kreisbrandmeister Jürgen Haider ergänzte, dass es einen Bestandsschutz für den Altbau nur gäbe, solange dieser unverändert bleibe.

Gespräche sollen beginnen

Auf Andreas Arnolds Frage, ob es Einwände dagegen gebe, dass „die Vorstandschaft sich für einen Neubau auf einem anderen Grundstück einsetzt und dies gemeinsam mit der Stadt umzusetzen versucht“, erhob sich kein Widerspruch, und Bürgermeister Stangl nannte als nächste Schritte Gespräche zwischen Verantwortlichen des Landratsamtes, der Stadt und der Feuerwehren Pressath und Hessenreuth mit dem Ziel, die notwendige Ausstattung detailliert festzustellen, sowie die Fortführung der von ihm bereits eingeleiteten vertraulichen Grundstücksverhandlungen, die Vormerkung von Geldmitteln im Stadthaushalt und den Entwurf eines „Zukunftskonzepts“ für Ort und Feuerwehr, das eventuell im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme umgesetzt und gefördert werden könne.

Nach Pandemiejahren wieder feiern

Jürgen Haider stellte noch klar, dass eine Auflösung der Feuerwehr Hessenreuth nicht zu gegenwärtigen sei. Die zuständigen Stellen auf Landkreisebene seien für deren Erhalt. In seinem Jahresrückblick ging Vizevorsitzender Johannes Bader auf den Anfang Juli vollzogenen Abriss des baufälligen Schlauchturms sowie auf die pandemiebedingt bis Frühjahr 2022 stark eingeschränkten Aktivitäten ein. Heuer habe die Wehr wieder ein Maifest und das Petersfeuer organisieren können, weitere Stationen im Vereinsleben seien das Oktoberfest und eine Weihnachtsfeier.

Heuer noch eine Schauübung

Außerdem solle ein Tagesausflug angeboten werden, dessen Ziel aber noch nicht feststehe. Kommandant Fabian Reindl berichtete von zwei Unwettereinsätzen, fünf Ölspurenbeseitigungen und drei Bränden, zu denen die 19 männlichen und fünf weiblichen Aktiven im vergangenen Jahr abgerufen worden seien. Die Übungsdisziplin sei sehr gut, für dieses Jahr stehe noch eine Schauübung und für 2023 eine Leistungsprüfung an.

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