Helfen liegt in ihren Genen

Neustadt/WN. Marzena Wieja wurde von der Ambulanten Krankenpflege der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg geehrt.

Über Blumen, eine Urkunde und eine tarifliche Jubiläumszuwendung freute sich Marzena Wieja (Mitte) anlässlich ihres 25-jährigen Dienstjubiläums. Dazu gratulierten ihr Maria Kunz, Annette Scherb, Rudi Kneidl und Stadtpfarrer Josef Häring (von links). Bild: Hans Prem

Anderen Menschen zu helfen, scheint in den Genen von Marzena Wieja zu liegen. Bereits ihre Oma und ihre Mutter waren Krankenschwestern. Auch für sie und ihre Schwester gab es als Jugendliche keine berufliche Alternative: Sie wollten Krankenschwestern werden.

So erlernte auch sie diesen Beruf. Ihr Arbeitgeber, die Ambulante Krankenpflege der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg, ehrte sie am Donnerstag für 25 Jahre Dienst als Pflegefachkraft.

Wie alles begann

Die 52-jährige Polin folgte 1990 ihrem Mann nach Deutschland und widmete sich sechs Jahre lang der Erziehung ihrer Kinder. 1996 ging sie die Berufsanerkennung ihres in Polen erlernten Berufes an und machte neun Monate ein Praktikum im damaligen Kreiskrankenhaus Neustadt.

„Da mein Sohn zu der Zeit gerade eingeschult wurde, war mir ein Vollzeitjob als Krankenschwester zu viel“, erinnert sie sich. Auf eine Annonce der Ambulanten Krankenpflege-Station in Neustadt, die eine Pflegefachkraft in Teilzeit suchte, bewarb sie sich und wurde eingestellt.

Anspruchsvoller als früher

Der Umgang mit älteren Menschen gefiel ihr von Beginn an. „Heute wird im Vergleich zu früher viel mehr von einer Pflegekraft verlangt“, meint sie. Die Standards seien höher, der Aufwand für die Dokumentationspflicht wesentlich größer.

Marzena Wieja macht aber ihre Arbeit nach wie vor Spaß. „Ich arbeite gerne, wünschte mir aber, mehr Zeit für meine eigentliche Arbeit mit den Patienten zu haben“. Sie ist Mitglied der Mitarbeitervertretung der Ambulanten Krankenpflegestation und lobt das gute Betriebsklima mit ihren Kolleginnen und der Leitung. „Die Hilfsbereitschaft untereinander ist groß, beruflich wie privat“, findet sie.

Dickes Lob für ihren Einsatz

Für ihren Einsatz bekam sie zu ihrem Dienstjubiläum ein dickes Lob von Leiterin Annette Scherb.„Marzena arbeitet auf ihren Wunsch als Springerin und kann jede Tour absolvieren. Sie stellt sich dabei immer wieder auf ihre neuen Patienten ein“, so Scherb.

Diesem Lob schlossen sich auch Stadtpfarrer Josef Häring als Chef des Trägers der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg und Geschäftsführer Rudi Kneidl, sowie die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Maria Kunz, an.

Die Ambulante Krankenpflege der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg betreut rund 150 Patienten. Beschäftigt sind 19 Mitarbeiterinnen in der Pflege und sieben in der Hauswirtschaft.

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