Kirwaverein hält die Fahne als letzter verbliebener Kulturträger hoch

Weiherhammer. Führungswechsel beim Kirwaverein: Marco Gollwitzer ist neuer Vorsitzender beim einzigen verbliebenen Kulturträger der Gemeinde.

Sie führen den jungen Kirwaverein (vorne von links) Marco Gollwitzer, Ralph Egeter, Benedikt Ach und Anna Schwirzer sowie die Beisitzer (dahinter). Mit auf dem Bild auch Bürgermeister Ludwig Biller und sein Stellvertreter Severin Hirmer (hinten, Vierter und Sechster von rechts). Foto: Siegfried Bock

Nicht wenige Bürger der Gemeinde trauern der Auflösung des Männergesangvereins und der OWV-Ortsgruppe nach. Diese Lücke will nun mit dem Kirwaverein der letzte verbliebene Kulturträger des Ortes schließen.

Aufschwung hält an

Mit einem auf mehreren Posten veränderten Vorstandsteam geht der aktive Kirwaverein in die nächsten zwei Jahre. Wie am Schnürchen verlief die harmonische Hauptversammlung in der Waldwirtschaft. Kein Wunder: Der Aufschwung beim Kulturverein hält an, die Mitgliedermarke 200 ist überschritten. Der scheidende Vorsitzende Ralph Egeter meldete 38 Neuzugänge. Der
Altersdurchschnitt der aktuell 206 Mitglieder, darunter 24 Kinder unter neun Jahren, liegt bei 25,5 Jahren.

Neuer Vorsitzender

Der bisherige Protokollführer Marco Gollwitzer ist neuer Vorsitzender. Ralph Egeter rückt ins zweite Glied und nun zweiter Vorsitzender. Die Finanzen bleiben in den bewährten Händen von Anna Schwirzer, die weiterhin von Stefanie Vater unterstützt wird. Als Schriftführer fungiert der bisherige zweite Vorsitzende Benedikt Ach. Ihm steht weiterhin seine Schwester Julia Härning zur Seite. Neu sind die Revisoren Barbara Heibl und Philipp Bertelshofer. Neben Melanie Tafelmeyer, Lea Mägerl und Severin Heese gehört jetzt auch Susanne Martin zu den vier Beisitzern.

„Kosten reduzieren“

2021 konnte man wegen der Pandemie nur eine „Kirwa light“ und eine Outdoor-Kirwa auf die Beine stellen sowie einen Kirwatanz auf dem Fußballplatz aufführen, berichete Egeter. Er dankte allen Beteiligten des zehnjährigen Jubiläums für die Unterstützung, besonders der Gemeinde und VK-Vorsitzendem Julian Kraus. „Für die Zeltkirwa am 22. und 23. Oktober sollten wir uns überlegen, wie wir die Kosten für Bands, Zelt und Getränke finanzieren beziehungsweise reduzieren können“, sagte Egeter im Hinblick auf die Preissteigerungen.

Neue Teeniegruppe?

Die Tänzer sowie die Kids und Minis seien schon fleißig am Üben. Aktuell überlege man die Gründung einer Teeniegruppe (12 bis 16 Jahre). Für die Kirwa wurden bereits die Musikgruppen „Waidler Wahnsinn“ und „Pina Coladas“ engagiert.

Ralph Egeter berichtete von der Teilnahme an sieben Festen. Das von Finanzverwalterin Anna Schwirzer ausgewiesene Minus von 200 Euro übernahm spontan Schirmherr Bürgermeister Ludwig Biller. Der neue Präsident Marco Gollwitzer würdigte die Leistung seines Vorgängers, der den Verein durch vier schwierige Jahre geführt habe. Alle ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder
werden im Oktober offiziell verabschiedet.

„Wahl ein Genuss“

„Diese Wahl war wirklich ein Genuss. Wir sind froh, dass der Kirwaverein Tradition und Brauchtum weiter pflegt“, freute sich Bürgermeister Ludwig Biller. Er dankte für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Wie wichtig das ist, haben wir in anderen Vereinen ja auf negative Weise erlebt.“ Biller sagte dem neuen Vereinschef seine Unterstützung zu. Marco Gollwitzer regte ab 2023 einen Kinderferientag an, mit dem Ziel, weiteren Nachwuchs zu generieren.

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