Klare Worte bei der CSU-Versammlung am Rehbühl

Weiden. Der ausgetrocknete Rehmühlbach in Weiden ist immer wieder ein Thema, über das gerne diskutiert wird. So auch bei der Jahreshauptversammlung der CSU-Rehbühl.

Das Gremium nahm bei der Jahreshauptversammlung kein Blatt vor den Mund. Foto: Helmut Kunz

Dort hatte der ehemalige Vorsitzende Gerd Demleitner das Wort ergriffen als selbsternannter „Grüner in der CSU“. Dabei erinnerte er an die bayernweite Aktion „Rettet die Bienen“. Ein trockenes Bachbett, das normalerweise ein Biotop sein sollte, sei leider das genaue Gegenteil von dem, was Umweltschützer forderten.

Klare Worte zum Rehmühlbach

„Die Wiederbelebung zieht sich so lange hin, wie die Denkwelt oder das Gewerbegebiet, das am Ende nicht realisiert werden konnte“, ärgerte sich Demleitner. Er behauptete, dass für den Unterhalt des Baches allein die Stadt Weiden die Verantwortung trage, weil es sich hierbei um ein Gewässer dritter Ordnung handle. „Würde dieser Bach einer Privatperson gehören, bekäme die jedes Mal ein paar Tausend Euro Bußgeld, weil da einfach nichts passiert.“

Dabei gebe es gar nicht so viel zu tun: Einfach nur mehr Initiative zeigen seitens der Stadt. Stattdessen werde alles nur auf die lange Bank geschoben. „Erst geht es ums Geld im Haushalt, dann braucht’s ein Gutachten, das wird dann ein Jahr lang nicht veröffentlicht. Die Folge daraus: Das Gutachten ist veraltet und alles beginnt von vorn.“ So könne man einfach nicht arbeiten.

Demleitner zieht weiter vom Leder

Es gab noch weiteren Ärger, der sich bei Demleitner angestaut hatte: Die Unterbrechung des Grüngürtels durch die Innenstadt, seit dem Neubau des Stadtbau-Verwaltungsgebäudes in der Leibnitzstraße.

Er könne sich erinnern, dass damals zugesagt worden sei, der Gitterzaun würde nach Fertigstellung des Gebäudes wieder entfernt und den Bürgern zugänglich gemacht – der Grünzug also erhalten bleibe und wiederhergestellt werde.

Das Bürogebäude sei längst fertig, das Gitter stehe immer noch. „Der Weg ist blockiert und nichts geht vorwärts.“ Andere Städte würden sich die Finger abschlecken, hätten sie solch einer Gelegenheit. „Die machen große Anstrengungen, so etwas zu schaffen. Einen geschlossenen Grünzug durch ihre Stadt.“ In Weiden könnte das leicht aktiviert werden.

Tief in den Ortsteilen verwurzelt

„Wir wollen da Einfluss nehmen, wo wir wohnen“, hatte vorher Ortsverbandsvorsitzender Stephan Gollwitzer in seinem Rechenschaftsbericht erklärt. MdL Stephan Oetzinger betonte die Verwurzelung der Ortsverbände mit der CSU, besonders in den Stadtteilen und Fraktionschef Benjamin Zeitler unterstrich die wichtigen Impulse, die von solchen Ortsverbänden ausgingen.

Zu den Delegierten für die Stimmkreisversammlung wurden Stephan Gollwitzer, Gerd Demleitner, Jochen Strehl, Margit Demleitner und Adolf Baumann gewählt.

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