Macher und Gestalter in der christlichen Verantwortung

Speinshart. Zum nun schon elften Kongress zum Themenfeld der christlichen Werte lud der Verein Zukunftsfähige Führung mit christlichen Werten ins Kloster Speinshart ein.

Auch der mehrfache Paralympics-Gewinner Gerd Schönfelder diskutierte zum Thema Verantwortung und Orientierung in herausfordernden Zeiten. Foto: Roman Melzner
Auch der mehrfache Paralympics-Gewinner Gerd Schönfelder diskutierte zum Thema Verantwortung und Orientierung in herausfordernden Zeiten. Foto: Roman Melzner
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 Foto: Roman Melzner

An der Kongress-Reihe zum Themenfeld der christlichen Werte nahmen mittlerweile knapp fünfhundert Personen teil, wobei insgesamt 38 Referenten zu Gast waren, um gemeinsam über das Thema Führung zu diskutieren.

Nach einer Andacht, die von Diakon Martin Schraml aus Erbendorf gehalten wurde, startete der Kongress, der von dem Vorsitzenden des Vereins Thomas Völkl moderiert wurde, zum Thema Verantwortung und Orientierung.

Spannende Einstiegsthese

Der bekannte Fachbuchautor und Vortragsreferent Dr. Hans-Jürgen Arens stellte gleich zum Anfang mit der These „Dienen ist die Königsdisziplin des Führens“ fest, wie wichtig Führung bei der Suche und Beantwortung nach der Sinn-Frage ist.

Christliche Werte lassen einen automatisch so handeln, dass man sich selbst zurücknimmt und den anderen wachsen lässt, so der Referent, der dabei mit dem Zitat „Dein Wille geschehe“ auf das Vater Unser verwies. Eine Führungskraft muss einen Sinn für die Gemeinschaft und Zeit für Kontemplation und Reflexion besitzen, sowie das Gemeinwohl nie aus dem Blick zu verlieren.

Auch die ehemalige Chefärztin Dr. Annemarie Schraml aus Waldsassen, die mit dem bekannten Projekt Feuerkinder eine Klinik in Tansania aufgebaut und bis heute über achttausend Operationen durchgeführt hat, stellte teils einfache, aber auch provokative Fragen an ihre Zuhörer.

Die christliche Verantwortung ernst nehmen

Wirtschaft ist nur in Gemeinschaft möglich, betonte die Rednerin und rief dazu auf, gemeinsam die Armut auf der Welt zu bekämpfen. Die gebürtige Waldsassenerin betonte, dass es nichts Besonderes ist, was sie in Afrika leistet. „Es ist meine Aufgabe als Christin, Verantwortung zu übernehmen.“

Es sei rein zufällig gewesen, dass sie im reichen Deutschland geboren wurde und sich damit für sie Möglichkeiten ergeben hätten. Sie zieht die Urgemeinde als Vergleich heran. Wer viel hat, gibt ab, um denjenigen zu geben, die wenig haben. Auch auf die Frage, wie sie das alles leisten konnte, gab sie die einfache Antwort, sich immer auf den nächsten Schritt zu konzentrieren und einfach weiterzumachen.

„Der erste Schritt Verantwortung zu tragen geschieht schon morgens, wenn ich aufwache. Ich kann dankbar sein, dass ich lebe und gesund bin und so voller Freude in den Tag starten.“

Professor Leonhard Zintl

Viele Gäste, viele interessante Perspektiven

In einem Barcamp tauschten sich die Kongressteilnehmer mit der Personal- und Organisationsentwicklerin Violetta Meyer aus Amberg zu Themen aus wie Innovationen in Unternehmen oder zum Verein Technik ohne Grenzen, den Studenten der OTH Amberg-Weiden vorstellten.

Als Abschluss gab es eine Podiumsdiskussion mit Professor Leonhard Zintl und dem mehrfachen Paralympics-Gewinner Gerd Schönfelder zum Thema Verantwortung und Orientierung in herausfordernden Zeiten. Dabei zeigten beide auf, was Verantwortung ausmacht und welche Rolle dabei das Vertrauen spielt.

Gerd Schönfelder berichtete von seinen Erfahrungen als er aufgrund eines schlimmen Unfalls sich wieder ins Leben zurückkämpfte und so vieles Selbstverständliches erst wieder schätzen lernte.

Weiterhin zeigten beide Partner auf, wie wichtig es aktuell ist, Orientierung und Vertrauen zu haben. Wer die Zukunft liebt und die Veränderung mag, für den sind es wunderbare Zeiten, so Zintl abschließend.

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