Mehr als 32 Jahre lang Kapitän: Windisch übergibt das Ruder

Weiherhammer/Mantel. Werner Windisch übergibt das Steuer der TSG Mantel-Weiherhammer nach langjähriger Tätigkeit an seinen Nachfolger Dieter Hildebrandt.

Das neue Führungsteam mit seinem scheidenden Kapitän Werner Windisch (zweiter von links). Mit im Bild: Bürgermeister Richard Kammerer (rechts) und Bürgermeister Severin Hirmer (links). Bild: Gerhard Müller

Man muss schon lange suchen, bis man einen Vorstand eines Vereins findet, der über drei Jahrzehnte die Geschicke eines Sportvereins leitet, der zudem mit seinen über 1.450 Mitgliedern der zweitgrößte im Landkreis Neustadt/WN ist.

Corona-Pause sinnvoll genutzt

Werner Windisch übergab zur diesjährigen Jahreshauptversammlung den Staffelstab der Vereinsführung an seinen Nachfolger. Dabei ging es der TSG nicht anders als vielen Vereinen: coronabedingte Einschränkungen raubten den Sportlern die Möglichkeiten zur Aktivität, Feiern und Feste waren ausgesetzt, das Zusammenkommen während der normalen Zeiten war fast unmöglich.

Kurzum: Der normale Sport- und Vereinsbetrieb beschränkte sich auf das absolute Minimum. Nichtsdestotrotz ist diese Zeit für anfallende Auf- und Umbauarbeiten auf dem Sportgelände und drumherum genutzt worden. Außenanlagen brachte man auf Vordermann, Renovierungen in der Turnhalle hat man durchgeführt und die Gaststätte mit Küche wurde mit standardgerechten Maschinen und Geräten ausgestattet.

Solides Vereinsguthaben vorhanden

Windisch dankte dabei allen Helfern und auch den ortsansässigen Firmen, die mit ihrem Fleiß und ihrer Kompetenz die dafür aufzuwendenden Gelder im finanzierbaren Bereich gehalten haben. Schatzmeisterin Elfriede Frischmann mit ihrer Kollegin Michaela Härtl überwachten, mit geschulten Augen, den umfangreichen Geldfluss.

Dank ihrer akribischen Arbeit in Sachen Finanzen konnte in der umsatzreichen Vergangenheit ein solides Vereinsguthaben ausgewiesen werden, das das bewährte Wirtschaften der Vereinsführung bestätigte und zukünftige Investitionen erleichtern wird. Für die Kassenprüfer war es nach Durchsicht der Bilanz ein leichtes, der Versammlung die Entlastung Finanzabteilung vorzuschlagen.

Vereinsleben wieder voll im Gange

Das Scharren mit den Hufen scheint vorbei: Die Zahl der Aktivitäten in allen der sieben Sparten innerhalb der TSG steigen rapide. Ob bei den Fußballern, Faustballern oder Volleyballern, auch beim Tennis am Tisch oder mit Schläger auf dem roten Sandplatz – von allen Abteilungsleitern spürt man eine Aufbruchstimmung beim Festlegen von Trainingszeiten und Vereinbaren von Wettkämpfen. Die geringsten coronabedingten Einschränkungen ihrer Aktivitäten spürten die Surfer, aufgrund der Kontaktarmut beim Wassersport.

Die größte Erleichterung über den Wegfall der Corona-Hürden spürte man bei der größten Sparte – der Turnabteilung – die ihre Übungen ja meist nur Indoor ausführen konnte. Viele der Übungsleiter haben in den letzten beiden Jahren die Zeit genutzt, um die erforderlichen Nachweise für ihre Trainertätigkeiten zu erneuern oder neu zu erbringen. Es ist sehr erfreulich, dass der Verein auf genügend gut ausgebildete Sportlehrer für die Abhaltung der Übungsstunden zurückgreifen kann.

Keine Überraschung bei Neuwahlen

Aus der Wahl ihrer neuen Führungsmannschaft machten die anwesenden Vereinsmitglieder kein Geheimnis, die Durchführung der Stimmabgabe per Akklamation erleichterte den Wahlvorständen Bürgermeister Richard Kammerer und Rainer Vater die Abstimmungen zu der einzelnen Führungsverantwortungen immens. Zum neuen Vorsitzenden bestimmten die Wähler Dieter Hildebrandt, sein erster Vertreter bleibt Andreas Solter. Dritte Vorsitzende Rita Steiner zieht sich aufs Altenteil zurück, ihr freigewordener Posten kann nach Beratung der neuen Vorstandschaft wieder besetzt werden.

Um Ein- und Ausgaben kümmert sich weiterhin Elfriede Frischmann, Protokoll- und Schriftführerin bleibt Marina Bayerlein. Die Kinder und Jugendlichen bekommen eine neue Leitung, aus beruflichen Gründen gibt Judith Köhler ihr bisheriges Amt ab. Um die zu betreuenden Immobilien, Grundstücke und Sportplätze kümmern sich weiterhin Martin Göppl und Rainer Stengl, als Kassenprüfer werden Waltraud Rothballer und Hans Bayer jun. wieder das Geld nachzählen.

Lob und Dank vom BLSV

Vom Kreisverband des BLSV überbrachte Ernst Werner seinen Dank an die TSG. Vor allem bei Werner Windisch bedankte er sich für dessen jahrzehntelanges Engagement für den Sport, dessen Wichtigkeit für die junge Generation immer wichtiger wird.

Wo sonst als beim Sport können junge Menschen lernen, dass sich Anstrengung, Schweiß und Mühe lohnen, um vielleicht sogar ganz oben auf der Siegertreppe zu stehen? Wo noch kann man leichter begreifen, wie man sich ehrenhaft bei Siegen oder bei Niederlagen verhält? Er wünschte den Verantwortlichen im Verein weiterhin ein gutes Händchen bei der Betreuung und Ausbildung ihrer Sportler.

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.