Parkstein bekommt eine größere Kläranlage

Parkstein. "Der Markt braucht eine neue Kläranlage“ – mit dieser bekannten Erkenntnis stellte Günter Schwab vom Büro Zwick-Ingenieure den Planungsstand für die neue Abwasseranlage vor.

Die Kläranlage Parkstein reicht nicht mehr für die ordnungsgemäße Behandlung des Abwassers aus. Die neue Kläranlage wird auf 7.000 Einwohner ausgelegt. Foto: Walter Beyerlein

Über die Kosten für das Projekt gab es vom Ingenieurbüro noch keine Aussagen, weil die Planung noch nicht alle notwendigen Maßnahmen enthält. Die alte Kläranlage reiche nach
den Worten Günter Schwabs nicht aus, das gelte auch für die Regenüberlaufbecken. Fest stehe jetzt schon, dass das Regenrückhaltebecken im Baugebiet „Schutzengel“ weiter verwendet werden könne.

Oberhalb des Tennisheims ist ein Regenüberlaufbecken in offener Bauweise geplant. Darüber hinaus werde dem Becken ein Rückhalteteich nachgeschaltet, um die
Schweinenaab hydraulisch nicht zu überlasten. Das bedeute, dass bei Starkregen nicht schlagartig ein großer Wasserstoß in das Gewässer gelange.

Im Mischwassersystem

Der Markt Parkstein wird überwiegend im Mischwassersystem entwässert. Ausnahme ist das Baugebiet „Schutzengel“, dort wird im Regenrückhaltebecken bei Starkregen das Schmutzwasser zunächst gespeichert. Der Schmutzwasserkanal von dort soll direkt in die neue Kläranlage geleitet werden. Das Regenwasser aus dem Trennsystem wird ebenfalls in die Kläranlage geleitet.

Ausführlich stellte Günter Schwab die Kläranlage vor, für deren Erweiterung der Markt schon Grundstücke gekauft hat. Die neue Kläranlage wird mit zwei jeweils 1750 Kubikmetern fassenden Belebungsbecken gänzlich neu aussehen. Auch der Sandfang wird erneuert und das Betriebsgebäude erweitert und aufgestockt.

Sozialräume vorgeschrieben

Laut Ingenieur Schwab gibt es in der Kläranlage derzeit keine Sozialräume. „Die sind aber zwingend vorgeschrieben.“ Das neue Obergeschoss des Betriebsgebäudes soll in Holzbauweise errichtet werden. Der verbleibende Schlamm wird in Containern gesammelt. Ausdrücklich
sprach sich Schwab gegen die Beseitigung oder den Rückbau bestehender Becken aus, die eventuell bei Notfällen wie beispielsweise einem Ölunfall verunreinigtes Material aufnehmen könnten. Alle Gebäude auf dem Kläranlagengelände sollen Dächer bekommen, die sich für Photovoltaikanlagen eignen.

Die neue Kläranlage ist für 7000 Einwohner ausgelegt. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, die bisherige Planung als Grundlage zu akzeptieren.

Bauanträge genehmigt

Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das Einvernehmen und die Befreiung von den
Festsetzungen des Bebauungsplans „Parkstein-West“ für den Antrag „Anbau einer Terrassenüberdachung“ an ein bestehendes Einfamilienhaus in der Karl-Lukas-Straße 6. Ebenso wie für die Tekturplanung für den Bau eines Einfamilienhauses mit Garage im Lärchenweg 14. Positiv beurteilte das Gremium die Bauvoranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses mit
Garage in Nähe des Veilchenwegs 19.

Neue Feuerwehrsatzung

Einstimmig beschloss der Marktrat den Neuerlass der Satzung über Aufwendungs- und
Kostenersatz für die Einsätze und andere Leistungen der Feuerwehren. Bürgermeister Reinhard
Sollfrank
erklärte, dass diese Satzungsänderung von allen bayerischen Wehren vorgenommen werden müsse.

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