Bürger wünschen sich für mehr Sicherheit einen Radweg

Trabitz. Fußgänger und Radfahrer kennen das: Wer die Kreisstraße zwischen dem Ort Trabitz und der Birkhofer Kreuzung auf Schusters Rappen oder auf zwei Rädern zurücklegen will, braucht starke Nerven.

Übersichtlich mit nur einer leichten Kurve verleitet die Kreisstraße zwischen Trabitz und der Birkhofer Kreuzung oft zum Rasen. Ein Fußgänger- und Radweg gäbe mehr Sicherheit. Foto: Bernhard Piegsa

Viele Autofahrer fühlen sich auf dieser Straße bemüßigt, ihr vermeintliches Talent zum „Vettel der Reserve“ zur Schau zu stellen. Zudem sind die Bankette teilweise bewachsen und im Winter staut sich an den Straßenrändern der geräumte Schnee, wodurch Fußgänger – vor allem solche mit Kinderwägen oder Rollatoren – auf die Fahrbahn gezwungen werden.

Zwei Gemeindebürger baten Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und den Gemeinderat nun, sich für den Bau eines Radwegs starkzumachen.

Sache des Landkreises

Ob daraus etwas wird, konnte ihnen in der Juli-Gemeinderatssitzung noch niemand zusagen, wenngleich Gemeinderat und Bürgermeisterin der Idee positiv gegenüberstehen. „Ein solches Projekt entlang einer Kreisstraße wäre Sache des Landkreises“, gab Pepiuk zu bedenken und versprach, die zuständigen Kreisstellen zu kontaktieren.

Eine von Konrad Bauer (CSU) als wünschenswert erwähnte Sanierung der Kreisstraße, in deren Zug auch der Radweg gebaut werden könnte, stehe derzeit nicht auf der Agenda: „Es ist nur eine Sanierung der Naabbrücke geplant“, wusste Pepiuk. Zwischen Trabitz und Zainhammer böte sich aber eine Alternative an, griff die Bürgermeisterin einen Hinweis von Barbara Heser (Freie Wähler Trabitz) auf.

Auf dem Damm entlang des Grünbachs könnte ein Fuß- und Radweg angelegt werden. Das Bachufer gehöre zwar nicht der Gemeinde, sondern dem Bayreuther Fischereiverein, doch dürfte eine Einigung zu erreichen sein. Eine weitere Entscheidung werde man nach einem Ortstermin des Bauausschusses treffen, kündigte Carmen Pepiuk an.

Zuschuss für Führerschein

Die Gemeindeverantwortlichen machten den Weg frei für einen auf maximal 2.000 Euro „gedeckelten“ Zuschuss zum Führerschein der Klasse C für Aktive der Feuerwehr Burkhardsreuth. Damit gaben sie einem Antrag des Kommandanten statt. In ähnlicher Weise förderten auch andere Gemeinden in der Umgebung den Erwerb der Fahrerlaubnis für Einsatz-Lkws, informierte die Bürgermeisterin.

Bisher habe die Gemeinde Trabitz nur einen 250-Euro-Zuschuss gewährt. Die erhöhte Förderung solle maximal zwei Aspiranten pro Jahr in zwei Raten ausbezahlt werden: 75 Prozent, jedoch höchstens 1.500 Euro, gebe es sofort nach Bestehen der Führerscheinprüfung, die übrigen 25 Prozent (maximal 500 Euro) nach weiteren fünf Jahren im aktiven Dienst.

Vorbild Grafenwöhr

Trabitz folge damit laut Carmen Pepiuk dem Grafenwöhrer Vorbild. Der Betrag von 2.000 Euro
entspreche den durchschnittlichen Kosten für den Erwerb des Führerscheins der Klasse C. Eine
Fortbildung zum Maschinisten sei wünschenswert, aber nicht Bedingung. Weiterbildungen nach
dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz würden nicht subventioniert.

Für die Feuerwehren Zessau und Feilersdorf müsse eine gleichartige Regelung nicht getroffen werden, weil es dort keine Klasse-C-pflichtigen Einsatzfahrzeuge gebe.

Den Tagesordnungspunkt „Beteiligung an interkommunaler Archivverwaltung im Vierstädtedreieck“ stellte der Gemeinderat zurück, weil noch Grundsatzfragen zum Finanzierungsmodus zu klären seien.

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