Regionale Identität stärken: Heimatministerium unterstützt Förderverein Fichtelgebirge

Wunsiedel. Rund 300.000 Euro schießt der Freistaat für das Fördervereins-Vorhaben „Digitales regionales Themenjahr - Stärkung der regionalen Identität“ zu. Jetzt holten sich die Projektbeteiligten in Nürnberg den Förderbescheid ab.

Frank Bauer (1. Vorsitzender Förderverein Fichtelgebirge), Birgit Simmler (Künstlerische Leiterin Luisenburg-Festspiele), Staatsminister Albert Füracker, Matthias Fischer (Projektleiter Förderverein Fichtelgebirge/Luisenburg-Festspiele) bei der Bescheidübergabe im Heimatministerium in Nürnberg. Foto: Bayerisches Heimatministerium

Der Förderverein Fichtelgebirge hat in Kooperation mit den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel das Projekt „Digitales regionales Themenjahr – Stärkung der regionalen Identität“ ins Leben gerufen. Mit der Förderbescheidübergabe durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und Heimat fiel der formelle Startschuss. Ziel des Projektes ist es, das gesamte Fichtelgebirge hinter einem Thema zu vereinen und attraktive Veranstaltungen passend zum Thema zu realisieren. Mit rund 300.000 Euro unterstützt der Freistaat das Vorhaben.

Ausgangspunkt für das neue Förderprojekt war der neue Ansatz der Luisenburg-Festspiele, regionale Themen in große Theaterproduktionen zu verwandeln. Erstmals konnten Besucher 2019 mit der Produktion „Zucker“ eine Geschichte aus dem Fichtelgebirge auf der großen Felsenbühne der Luisenburg-Festspiele erleben. In diesem Jahr folgt mit „Zeitelmoos – im Bann anderer Mächte“ das nächste große Musical, das auf Sagen und Mythen aus dem gleichnamigen Hochmoor im Fichtelgebirge beruht.

Das Fichtelgebirge im Themenjahr vereinen

Das neue Förderprojekt soll nun das gesamte Fichtelgebirge in einem Themenjahr vereinen. Die Themen werden vom Förderverein Fichtelgebirge gemeinsam mit den Luisenburg-Festspielen bestimmt. Zentrales Element des Themenjahres soll dann das Regiostück auf der Luisenburg darstellen. Dazu sollen aber alle Firmen, Organisationen, Institutionen und Vereine im Fichtelgebirge motiviert werden, sich mit eigenen Veranstaltungen am Themenjahr zu beteiligen. Die Einstiegshürden sind dabei bewusst niedrig gehalten.

Thematische Verbindung muss vorhanden sein

Wer sich am Themenjahr beteiligen möchte, muss lediglich eine Bedingung erfüllen: Die thematische Verbindung muss vorhanden sein. Im Weiteren sind die Teilnehmer frei in der Gestaltung und können von Lesungen über Wanderungen bis hin zu großen Events alle denkbaren Veranstaltungen einbringen. Ebenso können aber auch Produkte oder Dienstleistungen Teil des Angebots werden. Auffindbar sind die Veranstaltungen und Partner schließlich auf einer neuen Themenjahr-Plattform.

Schaffung eines neuen Wir-Gefühls

Letztlich geht es im Themenjahr also um die Schaffung eines neuen Wir-Gefühls, was genau den Zielen des Förderverein Fichtelgebirge e.V. entspricht. „Der Förderverein steht seit seiner Gründung für Kooperation und Netzwerkbildung. Das neue Themenjahr ist eine gute Maßnahme, neue Kontakte zu knüpfen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, erklärt Frank Bauer, erster Vorsitzender des Fördervereins Fichtelgebirge.

Kooperationsgedanke steht im Mittelpunkt

Auch für die Luisenburg-Festspiele steht der Kooperationsgedanke bei dem Projekt im Vordergrund. Birgit Simmler, künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele: „Spannende Geschichten haben wir im Fichtelgebirge en masse, jetzt suchen wir noch die kreativen Köpfe, die diesen Geschichten wieder Leben einhauchen. Wir hoffen, dass der unbürokratische Ansatz ohne Mitgliedschaften oder langfristige Verpflichtungen viele für unser Projekt begeistert.“

Interessierte können sich schon dieses Jahr am Themenjahr „Mythen, Sagen & Natur“ beteiligen. Mehr Informationen findet man auf www.luisenburg-aktuell.de/themenjahr der Rubrik Themenjahr.

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