Reinigungskräfte denken an ukrainische Familie

Waldthurn. Nächstenliebe trotz schwerer Tage. Das erfuhr eine geflüchtete ukrainische Familie, die mit einer großzügigen Spendenaktion der Dorfner Gebäudereinigung überrascht worden ist.

Die Waldthurnerin Nicole Wolf (Dritte von rechts) übergibt die Spenden ihrer Mitarbeiter an die ukrainische Familie. Bild: Franz Völkl

Reinigungskräfte der Dorfner Gebäudereinigung haben Geld gesammelt, um es für eine ukrainische Familie zu spenden. Die Technische Abteilungsleiterin des Unternehmens, Nicole Wolf, wohnt in Waldthurn und hatte über Bürgermeister Josef Beimler den Kontakt zu einer ukrainischen Familie, die bei Monika und Josef Ebnet in Waldthurn wohnt, hergestellt.

Geldwert in Sachspenden umgewandelt

Nun ist das gesammelte Geld, rund 800 Euro, in Kleidung für die Kinder, Bügeleisen, Handtücher, Staubsauger, Küchenmixer, Schulsachen und Spiele umgesetzt und an die Familie übergeben worden. Der 42-jährige ukrainische Vater Ivan, der Schreiner ist, seine 37-jährige Frau Julia, eine Erzieherin und die drei Kinder, die 14-jährige Alina, der neunjährige Artem und die vierjährige Veronika konnten es kaum fassen.

Auf der Flucht nach Waldthurn

Sie sind seit Anfang Mai in Waldthurn, waren mit Zug und Bus geflüchtet und kommen aus der ukrainischen Stadt Myrhorod mit rund 41.000 Einwohnen, die 270 Kilometer östlich von Kiew liegt. Sofort packten die Kinder die Spiele aus. Das Geld haben die Reinigungskräfte, die am Bezirksklinikum Wöllershof arbeiten, gesammelt.

Spendenübergabe an Geflüchtete

Davon kauften sie entsprechende Waren und wollten diese unbedingt an eine ukrainische Familie spenden, erklärte Wolf im Beisein der zwei Dorfner-Mitarbeiter Silvia und Andreas Vorwieger. Bürgermeister Josef Beimler ließ es sich nicht nehmen, bei der Spendenübergabe am Ebnethof dabei zu sein und lud die Familie zum Waldthurner Bürgerfest ein.

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