Schauspieler mit Oberpfalz-Touch bereichern „Amadeus“ auf der Luisenburg

Wunsiedel. Ein Traumpaar mit oberpfälzer und schweizerischen Wurzeln bereichert die Luisenburg-Festspiele. In ihren Rollen bei "Amadeus" und "Der Sturm" präsentieren die Schauspieler ihr ganzes Können.

Die Luisenburg-Schauspieler Nikola Norgauer und Paul Kaiser verfügen
über viel Oberpfalz-Touch. Bild: Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Die Luisenburg-Schauspieler Nikola Norgauer und Paul Kaiser verfügen über viel Oberpfalz-Touch. Bild: Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Nikola Norgauer spielt einen „Venticello“. Bild: Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Nikola Norgauer spielt einen „Venticello“. Bild: Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Paul Kaiser glänzt in „Amadeus“ als Salieri. Bild: Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Paul Kaiser glänzt in „Amadeus“ als Salieri. Bild: Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl
Luisenburg-Festspiele/Flo Miedl

Den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart umweht immer noch das Allgegenwärtige: Aktuell wird bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel das Schauspiel „Amadeus“ gezeigt – und zwei Schauspieler mit Oberpfalz-Touch haben wesentlichen Anteil an der Inszenierung.

Beruflich und privat ein Paar

Nikola Norgauer und Paul Kaiser sind feste Größen bei den alljährlichen Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel. Die beiden Schauspieler stehen seit der Spielzeit 2014 dort auf der Bühne. Und sie haben noch etwas gemeinsam: Seit knapp zwei Jahrzehnten sind die Oberpfälzerin durch und durch, obwohl sie eine gebürtige Unterfränkin ist, und der Schweizer, der sich bestens mit den Wohnorten Regensburg und München sowie natürlich Wunsiedel arrangiert hat, auch privat ein Paar.

Dynamisches Schauspieler-Duo

Aktuell sind die beiden nicht nur in dem Schauspiel „Amadeus“ zu erleben, sondern auch in Shakespeares „Der Sturm“, dessen Premiere am 24. Juni stattfindet. Wer „Amadeus“ bereits gesehen hat – mit dem Stück wurde kürzlich die Abendspielzeit der diesjährigen Festspiele eröffnet – wird auch bestätigen können, wie leidenschaftlich und dynamisch sie in ihren Partien aufgehen. Paul Kaiser übernimmt die Rolle des Protagonisten – und das ist in diesem Fall nicht Mozart, sondern dessen Gegenspieler Salieri.

Sensibler „Kotzbrocken“ verkörpert

Kaiser zeigt in vielen Facetten, wie sehr Salieri die musikalische Gabe Mozarts schätzt, die eigene Unvollkommenheit ihn belastet, der Neid ihn zum Agieren ohne Mitleid treibt und er schließlich auch selbst zu Grunde geht. Dem Schauspieler gelingt die Darstellung eines echten „Kotzbrockens“, mit dem man trotzdem auch mitfühlt.

Famos agiert aber auch Norgauer, die einen der beiden „Venticelli“ spielt: Diese sind als Entourage von Salieri für Klatsch, Tratsch, Gerüchte und Fakten zuständig. Ihre Auftritte sorgen immer wieder auch für die komischen Momente des Abends.

Die Bühne als magischer Ort

Die Luisenburg ist für beide etwas Besonderes. Sie sind sich einig, wenn sie auf die ersten Proben 2014 zurückblicken: „Da hat man schnell gemerkt, dass die Bühne einfach ein magischer Ort ist!“ Die Luisenburg sei ihr als Regensburgerin natürlich auch schon vor 2014 präsent gewesen, erzählt Norgauer.

Und als sie den Weg der Schauspielerei eingeschlagen habe, sei es auch Wunsch gewesen, dort einmal spielen zu dürfen – was sich mittlerweile mehr als einmal realisiert hat.

Traumhafte Atmosphäre auf der Luisenburg

Auch Kaiser gerät ins Schwärmen, wenn er über die Luisenburg spricht: „Du hast da eine Weite, ganz spezielle Spielgesetze – und die Natur spielt immer mit. Du bist bei jeder Aufführung praktisch auf einer anderen Bühne. Und selbst bei schlechtem Wetter ärgert man sich nicht!“

Seine aktuelle Rolle in „Amadeus“ beinhalte einen „wunderschönen Zwiespalt“, sagt Kaiser. „Salieri ist ein Zerrissener: Er erkennt das Genie Mozart, kann aber nicht über den Schatten springen, dies auch zuzugeben“. Dies gebe der Figur eine Menge Sprengstoff.

„Ein Sommer ohne die Burg ist schwer vorstellbar“

Bis in den August hinein werden Norgauer und Kaiser auf der Freilichtbühne agieren. Die Luisenburg ist schon so etwas wie eine kleine Heimat geworden. „Ein Sommer ohne die Burg, die Felsen und das Fichtelgebirge ist schwer vorstellbar“, bekannt Norgauer.

Umso schwieriger sei deswegen auch das Jahr 2020 gewesen, als wegen Corona die Spielzeit komplett ausfallen musste. In den kommenden Wochen haben die Zuschauer noch einige Male die Chance, die beiden zu erleben: In „Amadeus“ am 1., 3., 9., 17., 22. und 28. Juli sowie am 5. August, aber auch im Shakespeare-Klassiker „Der Sturm“ am 24. Juni, 2., 14. und 24. Juli sowie am 6. August.

Weitere Informationen und Tickets unter www.luisenburg-aktuell.de.

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.