Staff Week endlich real: Internationaler Austausch über Krisenzeiten

Amberg/Weiden. Hochschulmitarbeitende aus ganz Europa waren zu Besuch an der WBU Pilsen und der OTH Amberg-Weiden. Die Staff Week bot Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken.

Die Teilnehmenden der Erasmus+ Staff Training Week in Weiden. Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden
Die Teilnehmenden der Erasmus+ Staff Training Week in Weiden. Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden
Auch beim World Café in Amberg gab es regen Austausch.  Bild: Schinner/OTH Amberg-Weiden
Auch beim World Café in Amberg gab es regen Austausch. Bild: Schinner/OTH Amberg-Weiden
Beim World Café ging es um Herausforderungen, vor denen Hochschulen
angesichts der aktuellen Krisen stehen. Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden
Beim World Café ging es um Herausforderungen, vor denen Hochschulen angesichts der aktuellen Krisen stehen. Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden
Prof. Dr. med. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, begrüßte die
Teilnehmenden. Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden
Prof. Dr. med. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, begrüßte die Teilnehmenden. Bild: Misch/OTH Amberg-Weiden
Misch/OTH Amberg-Weiden
Schinner/OTH Amberg-Weiden
Misch/OTH Amberg-Weiden
Misch/OTH Amberg-Weiden

Eine Woche an zwei Hochschulen in drei Städten – dies bot die Erasmus + Staff Training Week, die die Westböhmische Universität in Pilsen und die OTH Amberg-Weiden in der Woche vom 16. bis 20. Mai 2022 gemeinsam für Mitarbeitende europäischer Hochschulen ausrichteten. Das Programm drehte sich um Kooperationen in internationalen Projekten und bot den Teilnehmenden eine gute Gelegenheit, andere Einrichtungen kennenzulernen, sich über fachliche Themen wie die Internationalisierung oder das Krisenmanagement der Hochschulen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Europaweite Anreise

Am Montag konnte der Rektor (Präsident) der Westböhmischen Universität in Pilsen, doc. Dr. RNDr. Miroslav Holeček, gemeinsam mit seinem Team des International Office 21 Teilnehmer aus elf Ländern begrüßen. Vertreten waren allein sechs spanische Universitäten, weiterhin Hochschulen aus Belgien, Bulgarien, Finnland und Frankreich, Polen, Portugal, der Slowakei und der Türkei. Auf sie wartete ein vielfältiges Programm, darunter ein Tag am OTH-Campus Weiden und ein weiterer in Amberg. „Genießen und nutzen Sie es, dass das Netzwerken nun endlich wieder persönlich möglich ist“, begrüßte OTH-Präsident Prof. Dr. med. Clemens Bulitta die internationale Gruppe am Mittwochmorgen in Weiden. Bei einem anschließenden World Café ging es um die Herausforderungen, vor denen Hochschulen angesichts der aktuellen Krisen stehen.

Umgang mit Krisen

In anregenden Diskussionen tauschten die Teilnehmenden Erfahrungen und Best Practice-Beispiele aus – beispielsweise zur Unterstützung ukrainischer Studierender und Wissenschaftler, Klima- und Energiekrise, Digitalisierung und ihren Auswirkungen. „Es ist interessant zu erfahren, wie andere Hochschulen und Regierungen mit den Krisen umgehen und toll zu sehen, wie alle zusammenhalten und unterstützen“, so Dr. Annabelle Wolff vom International Office der OTH Amberg-Weiden. Dies hatte das Programm auf bayerischer Seite gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Bayern – Mittel- und Osteuropa (KOMO) der Hochschule organisiert. Welche Möglichkeiten sich Hochschulen bieten, um mit Unternehmen in der Region zusammenzuarbeiten und was es dabei zu beachten gibt, zeigte die Präsentation von Prof. Dr. Denise Fischer, Professorin für International Business und wissenschaftliche Leiterin des KOMO.

KI-optimierte Produktion

Dieser Einblick wurde abgerundet von einer Betriebsbesichtigung des jungen Maschinenbauunternehmens BAM GmbH sowie seiner Software-Schwester up2parts GmbH, einem Mitglied des OTH-PartnerCircles. Elisabeth Schärtl, verantwortlich für die Geschäftsentwicklung, erläuterte der Gruppe die Vision der Firmen, die Produktion mit auf Künstliche Intelligenz basierter Software zu digitalisieren und damit zu optimieren. Am folgenden Tag erfuhren die Amberg-Weiden und tauschten sich mit den Verantwortlichen über internationale Projekte der einzelnen Fakultäten, Forschungsvorhaben und die Gründerförderung aus. Doch natürlich ging es nicht nur um fachliche Themen, sondern auch darum, die drei Städte bei einem Bummel kennenzulernen sowie das eine oder andere tschechische und bayerische Bier zu verkosten – ob beim Besuch der Brauerei Pilsner Urquell oder bei einem Bayerischen Abend mit zünftiger Musik im Zentrum von Weiden.

Neue Partnerschaften ausgemacht

„Obwohl es eine Woche mit vollem Programm war, fühle ich mich gar nicht müde. So ein Treffen gibt einem neue Energie und Motivation“, resümierte Milja Seppala, Koordinatorin für Internationales an der finnischen Savonia-Universität, bei der Verabschiedung am Freitag in Pilsen. Und auch ein weiteres Ziel ist erfüllt worden: Angehörige von Partnerhochschulen trafen sich endlich wieder persönlich, neue Partnerschaften sind ausgemacht worden. Dr. Annabelle Wolff führte vor Ort intensive Gespräche über neue Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen und konnte mögliche Vereinbarungen mit vier neuen Partnerhochschulen in Italien, Spanien, Belgien und der Türkei anstoßen. „Wenn man sich persönlich kennt, funktioniert die Zusammenarbeit am besten“, so die Leiterin des International Office. Die Westböhmische Universität in Pilsen organisiert bereits seit 2018 jährlich eine Staff Week

Weitere Staff-Week in Planung

Ende 2019 entstand die Idee, diese Kennlern- und Workshop-Woche für Hochschulmitarbeiter aus ganz Europa gemeinsam mit der naheliegenden OTH Amberg-Weiden auszurichten. „Den Vorschlag der Kolleginnen der OTH Amberg-Weiden, das Programm über die Grenze hinweg auszuweiten, haben wir gerne angenommen“, so Jana Ovsjanniková, Leiterin des International Office. 2020 musste die erste gemeinsame geplante Staff Week aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, 2021 konnte sie nur virtuell stattfinden, in diesem Jahr nun endlich real an den drei Hochschulen. Die Partner haben sich bereits auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr verständigt.

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