Straße Hammerles-Pinzenhof wird für 1,5 Millionen ausgebaut

Parkstein. Der Marktgemeinderat Parkstein hat mit der Gegenstimme von Marktgemeinderätin Sonja Reichold (Die Grünen) den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Hammerles bis zum Ende des Ortsteiles Pinzenhof beschlossen.

Bis in Höhe des letzten Anwesen im Ortsteil Pinzenhof soll nach der derzeitigen Planung die Gemeindeverbindungsstaße Hammerles – Pinzenhof ausgebaut werden. Bild: Walter Beyerlein

Die Baukosten einschließlich aller Nebenkosten bezifferte Markus Münchmeier, Ingenieurbüro Münchmeier und Eigner, auf rund 1,550 Millionen Euro. Die ELER-Förderung würde 65 Prozent betragen, was aber letztlich noch nicht entschieden sei, betonte der Planer. Münchmeier nannte in der Vorstellung der Planung das Vorhaben „kein allzu neues Thema“. Es sei bereits in der Marktgemeinderatssitzung am 14. Oktober 2019 behandelt worden.

Es habe jetzt aber für den Ausbau dieser Straße ein spezielles Verfahren durchgeführt werden müssen, bei dem Biodiversität und Tourismus eine besondere Rolle einnahmen. Damit seien die Voraussetzungen für eine staatliche Förderung geschaffen worden, erklärte Markus Münchmeier. Die Ausbaulänge des Weges umfasst rund zwei Kilometer. Der Ausbau endet höhengleich mit dem letzten Haus im Ortsteil Pinzenhof noch vor der Gemeindegrenze zur Stadt Pressath.

Von drei auf vier Meter

Dazu erklärte Bürgermeister Reinhard Sollfrank, dass seitens der Stadt Pressath nicht an einen Ausbau der eigenen Wegstrecke gedacht sei, weil aufgrund der dortigen Straßenbreite beidseits eine Leitplanke angelegt werden müsse.

Nach den Erläuterungen des Planers hat die Gemeindeverbindungsstraße bei Pinzenhof aktuell eine Breite von drei Metern, nach dem Ausbau wird die Straße vier Meter breit sein. Im Bereich des Ortsteiles Hagen ist die Straße 3,75 Meter breit, eine Verbreiterung auf fünf Meter ist Inhalt der Planung. Von Hagen nach Pinzenhof wird die Straße von vier auf fünf Metern ausgebaut.

Baukosten 1,5 Millionen Euro

Am Ortseingang von Hammerles wird eine Sitzgruppe mit Fahrradständer aufgestellt, sodass der Anforderung des Tourismus Genüge getan wird, sagte Münchmeier. Fast schon makaber die Information des Ingenieurs zu Errichtung einer Unterstellmöglichkeit an einer Omnibushaltestelle. Das künftige Häuschen für die dort wartenden Fahrgäste muss zur Wahrung der Fördermöglichkeit „Multifunktionaler Unterstand Pinzenhof“ genannt werden.

15 Bäume müssen gefällt werden

Die Frage aus dem Gremium nach der Anlegung von Leitplanken beantwortete Markus Münchmeier mit der klaren Aussage, dass diese dann notwendig seien, wenn Bäume näher als acht Meter am Straßenkörper stehen.

Marktgemeinderätin Sonja Reichold (Die Grünen) beklagte die Beseitigung von etwa fünfzehn Bäumen auf einer Straßenseite. Markus Münchmeier hatte dazu vorher erklärt, dass auf einer Straßenseite die Bäume entfernt werden müssen. „Werden die Bäume stehen gelassen, gibt es keine Straßenverbreiterung“, war die klare Ansage des Ingenieurs zur Anmerkung Reicholds auf das Fällen der Bäume zu verzichten.

Bürgermeister Reinhard Sollfrank stellte klar, dass die wenigsten Bäume gepflanzt worden seien, die Mehrheit sei Wildwuchs. Das Marktoberhaupt versicherte, das Fällen der Bäume „großzügig“ auszugleichen. Er gab auch den deutlichen Hinweis, dass selbst bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit nicht auf die Anlegung einer Leitplanke in den in Betracht kommenden Abschnitten verzichtet werden könne. „Es wird definitiv keine Autobahn“, versicherte das Marktoberhaupt.

Eine Gegenstimme

Der Ausbau wird nach der derzeitigen Planung in Höhe des letzten Hauses des Ortsteiles Pinzenhof enden, antwortete Bürgermeister Reinhard Sollfrank auf Anregung von Marktgemeinderat Michael Gleißner (CSU), den Straßenausbau bis zur Gemeindegrenze zu verlängern und damit auch die vorhandene Baustelleneinrichtung besser zu nutzen.

Über den weitergehenden Ausbau müsse der Marktgemeinderat im Besonderen nochmals entscheiden, sagte der Bürgermeister. Gegen die Stimme von Marktgemeinderätin Sonja Reichold (Die Grünen) stimmte der Marktgemeinderat der jetzigen Planung zu.

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1 Kommentare

Alfons Hallmann - 13.05.2022

Warum nicht auch einen Radweg dazu bauen? Dann hat die Sitzgruppe und der Fahrradständer wenigstens einen Sinn. Wenn schon aus Biodiversität (!) die Bäume gefällt werden müssen um eine Rennbahn für einige wenige Traktoren und Autos zu bauen, muss man kein Verständnis dafür haben.