Ver.di-Ortsverein West: „Schwere wirtschaftliche Krisen in den Griff bekommen“

Pressath. Beim ver.di-Ortsverein West wurde die Vorstandschaft neu gewählt. Thomas Beitz wurde einstimmig in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt.

Thomas Beitz (Zweiter von links) wurde als Vorsitzender des ver.di Ortsvereins West bestätigt. Foto: Eva Bößl

Mit rund 1.500 Mitgliedern gehört der Ortsverein West zu den mittelgroßen Gliederungen des ver.di Bezirks Oberpfalz und umfasst die Dienststellen und Betriebe in der Region Eschenbach-Grafenwöhr-Pressath-Kirchenthumbach, sowie den umliegenden Gemeinden. Jetzt wurde bei der Mitgliederversammlung Thomas Beitz als Vorsitzender des ver.di-Ortsvereins West bei der Neuwahl in seinem Amt bestätigt.

Neue Akzente in der Arbeit setzen

Beitz blickte auf die letzten vier Jahre zurück. „Erst waren wir voll Tatendrang und inmitten unserer Planung von Aktionen, Veranstaltungen und Jubilarehrungen. Dann hat uns die Corona-Pandemie jedoch ausgebremst. Wir mussten neue Akzente in unserer Arbeit setzen. Nunmehr standen Lockdown, Kurzarbeit und neue, digitale Arbeitsweise auf unserer Agenda“, betonte er. Doch es wurde eine Möglichkeit gefunden, sogar Jubilarehrungen coronakonform abzuhalten. „Ich freue mich, dass wir keine Kolleginnen und Kollegen verloren haben und heute so viele Menschen zu unserer Mitgliederversammlung gekommen sind“, freute sich der Vorsitzende.
 
Als Höhepunkte können laut Beitz Veranstaltungen, wie Informationen zur aktuellen Rentenpolitik durch Peter Hofmann und das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand in Bayern“ betrachtet werden. Coronabedingt ausgefallen ist jedoch ein Vortrag zum Thema Patientenverfügung. Dieser soll aber in der neuen Wahlperiode aufgegriffen werden: „Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben“, scherzt Thomas Beitz. 

Mit Kurzarbeit umzugehen lernen

In ihrem Schwerpunktreferat berichtet die für den Ortsverein zuständige Gewerkschaftssekretärin Eva Bößl, selbst wohnhaft in Kirchenthumbach, unter anderen über die Herausforderungen der vergangenen Legislatur und der Zukunft: „Corona hat uns gelehrt, mit Kurzarbeit und digitalisierter Arbeitsweise umzugehen und bereits jetzt merken wir auch Auswirkung des Kriegs in der Ukraine“, sagt sie.

Gewerkschaften leisten Hilfe in der Ukraine

Unter dem Motto „Gewerkschaft hilft“ versuchen die DGB-Gewerkschaften im Moment Hilfe in der Ukraine zu leisten. Aber auch in Deutschland sind die Auswirkungen des Krieges schon jetzt deutlich spürbar: An der Supermarktkasse, beim Produktionsstopp in großen Betrieben wie beispielsweise BMW in Regensburg aufgrund fehlender Zulieferungen oder bei den Spritpreisen. 

Gerade in Zeiten der krisenbedingten Inflation sei eine wachsende Tarifbindung für alle Beschäftigten so wichtig wie nie zuvor. „Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir große Kündigungswellen abwenden und schwere wirtschaftliche Krisen in den Griff bekommen“, ist sich Bößl sicher.

Beitz einstimmig wiedergewählt

Anschließend wurde der Ortsvereinsvorstand neu gewählt. Erneut an der Spitze wurde Thomas Beitz einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Stellvertreter sind weiterhin Josef Steger und die Pressatherin Silke Tanner. Weitere Beisitzer des Ortsvereins sind Werner Neumüller, Christa Bauer, Claudia Peter, Alexander Kahl, Verena Nickl, Daniela Gorny und Norbert Witt.
Nach der Wahl des Vorstandes wurden noch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zu Konferenzen und den Bezirksvorstand entsendet.
 

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