Vogelwild, dieser Vogelmayer

Weiden. Der Niederbayer Thomas Volgelmayer brachte mit seinem Jubiläumsprogramm den Kulturbahnhof zum Toben. Heimatliebe und Bodenständigkeit machen den Musiker und Kabarettisten zum absoluten Publikumsmagneten.

Vielseitig und tiefgründig zeigte sich Thomas Vogelmayer im Parapluie. Bild: Helmut Kunz

Mitterfels liegt zwar irgendwo im Landkreis Straubing/Bogen ist aber nur zwölf Kilometer von der Oberpfalz weg. Deshalb fühlte sich Thomas Vogelmayer am Samstagabend beim Fast-Heimspiel auf der „Kulturbühne im Kulturbahnhof“ auch pudelwohl. Mit seinem brandneuen Programm tourt der aus Funk und Fernsehen bekannte Kabarettist momentan wieder kreuz und quer durch Bayern, wie er das seit nunmehr 20 Jahren macht.

Gaudi, Klassiker und Gesellschaftskritik

Sein Bühnenjubiläum feierte er in Weiden mit seinem „Leben & Leben lassen“-Programm: im Übrigen seinem Siebten. Das Parapluie-Publikum erlebte ein Potpourri aus Mordsgaudi, Gesellschaftskritik und einer unverkennbarer Heimatliebe. Die Zuschauer freuten sich über viele neue Lieder, Geschichten und Anekdoten. Natürlich gab’s auch vogelwilde Vogelmayer-Klassiker, wie „Dahoam“ und „Der schwarz-weiße Ritter“. Dabei hatte der Musikkabarettist stets das Gespür für die richtige Mischung.

Publikum voll und ganz begeistert

Wie hieß es schon bei Michail Gorbatschow? Wer zu spät kommt, den bestraft … In diesem Fall war es der Vogelmayer. Wenigstens ein Gast bekam das weltberühmte Zitat am eigenen Leib zu spüren. Mit dem Ergebnis, dass der wortgewandte Neuankömmling den Profi aus Mitterfels derart an die Wand spielte, dass das Publikum tobte.

Vogelmayer war auch an der Gitarre fit und sang sich durch die eine oder andere Geschichte, die er natürlich immer wieder unterbrechen musste, weil ihm der eine oder andere lustige Gedanke dazu einfiel. Es kam schon mal vor, dass ein Song auf diese Weise 15 Minuten dauerte. Der Vogelmayer hatte es eben drauf, schlug von Zeit auch politische Töne an, die kritisch genug waren, um die Leute zum Nachdenken zu bringen. Der Schlussapplaus war jedenfalls der Freifahrtschein für ein baldiges Wiederkommen.

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