Weiden sucht in der Energiekrise den Schulterschluss

Weiden. "Die Energiekrise darf Bürgerschaft und Wirtschaft nicht gefährden", findet Oberbürgermeister Jens Meyer. Er hat jetzt eine konzertierte Aktion zur Energieversorgung ausgerufen.

Oberbürgermeister Jens Meyer ruft in der aktuellen Energiekrise zu einer konzertierten Aktion auf. Foto: Fotostudio Hübner

Auf Initiative und unter Federführung von Oberbürgermeister Jens Meyer startet die Stadt Weiden in Abstimmung mit den Vorständen des Kommunalunternehmens Stadtwerke Weiden, Hans Riedl und Christine Melischko, den verantwortlichen Stellen in der Stadtverwaltung, mit der IHK und betroffenen Unternehmen sowie maßgeblichen Vertretern der Finanzwelt eine konzertierte Aktion, um regional und lokal Handlungsinstrumente zu vereinbaren zum Schutz der besonders betroffenen Gas- und Stromkunden, die plötzlich ohne Anbieter da stehen.

Thema ist heikel und komplex

„Ich bin an der Problematik dran, wenngleich ich leider allein noch nichts bewirken konnte. Das Thema ist nicht nur heikel, sondern auch sehr komplex“, so die Begründung des Oberbürgermeisters für den angedachten Schulterschluss. Der OB meldet sich dazu aus dem Krankenstand und bedankt sich ausdrücklich bei Bürgermeister Reinhold Wildenauer für die spontane Vertretung und Leitung eines ersten gemeinsamen Treffens.

Schaden von den Betrieben abwenden

„Wenn sich die großen milliardenschweren Energieversorger wie E.ON, Vattenfall oder RWE zurückziehen und kein Versorgungsangebot unterbreiten, kann man von unseren Stadtwerken nicht erwarten, dass sie das Problem ad hoc lösen, das andere verursacht haben. Andererseits müssen wir als Stadt Weiden inklusive unseres Tochterunternehmens Stadtwerke alles in unserer Macht Stehende tun, um Schaden von unseren Betrieben in der Region abzuwenden“, so sein Bekenntnis zur Region.

Erstes nicht öffentliches Treffen

Die Zusammenkunft der örtlichen Vertreter von Wirtschaft und Verbänden mit Stadtwerkeleitung und Führungsspitze der Stadtverwaltung erfolgt zunächst nicht öffentlich am heutigen Donnerstag, im kleinen Sitzungssaal des Rathauses, um den betroffenen Unternehmern eine Schilderung der finanziellen Folgen zu ermöglichen. Weitere Berichte aus der Sitzung folgen.

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3 Kommentare

Ute Löchel - 23.09.2022

Ein hausgemachtes Problem, dass vor allem einkommensschwache Menschen trifft, die schon mit der erhobenen co2 Steuer zu kämpfen haben. Aber egal, Hauptsache Solidarität mit der Nato…äh Ukraine. Jemen bräuchte auch unsere Solidarität oder Armenien oder….
Was hier geschieht, ist Absicht. Die schwerwiegenden Folgen und das Chaos werden nicht nur in Kauf genommen, sondern provoziert. Viele Klein- und Mittelständler haben schon das Handtuch geschmissen. Und die Aasgeier, die Profiteure kreisen schon….

Dr. Jürgen Spielhofen - 23.09.2022

Richtig, Herr Wittmann, aber um Nordstream 2 öffnen zu können müssen wir zuerst Herrn Biden um Erlaubnis fragen!

Günter Wittmann - 23.09.2022

Das Problem könnte problemlos ad hoc gelöst werden, wenn man endlich mal nachdenken würde. Was haben wir mit der Ukraine zu tun ? Ausser das uns permanent suggeriert wird, wir müssten dort „westliche Werte“ verteidigen. , Die „anderen“, die diese Misere verursacht haben, sind schlicht und einfach jene Politiker unseres Landes, die den Anweisungen der USA brav Folge leisten. Was spricht denn dagegen bsi zur freigabe der Gasturbine durch deutschland einstweilen nordstream 2 zu öffnen ? Zumindest übergangsweise ? Der gaspreis würde sofort wieder sinken. „Zum Wohle des dt. Volkes…“ und “ …Schaden von ihm abzuwenden….“ haben unsere Politgrößen geschworen. Getan wird gerade exakt das Gegenteil ! Wie kann man sich selbst die Energieversorgung abschneiden ohne vorher über Ersatz nachzudenken ? 85 % der Welt tragen die sogen. „Sanktionen“ nicht mit. Warum also ausgerechnet wir ? Franz Josef Strauss hat vor langer zeit einmal sehr richtig gesagt, daß, wenn die Grünen und die Linken irgendwann mal Deutschland regieren würden, die all das Aufgebaute und den Wohlstand ruinieren würden. Leider hat er recht behalten !