Zug kracht in Auto: Retter sammeln wertvolle Erfahrungen

Weiherhammer/Etzenricht. Dramatische Szenen auf der Bahnstrecke Weiden-Nürnberg - gottlob war es aber nur eine Übung.

Bein einer Einsatzübung von Rettungskräften mit der Deutschen Bahn wurde auf der Bahnstrecke bei  
Weiherhammer/Etzenricht ein Unfall nachgestellt. Fotos: Jürgen Masching
Bein einer Einsatzübung von Rettungskräften mit der Deutschen Bahn wurde auf der Bahnstrecke bei Weiherhammer/Etzenricht ein Unfall nachgestellt. Fotos: Jürgen Masching
Einsatzübung Bahnunfall 
 Etzenricht. Fotos: Jürgen Masching

Es war um kurz nach 14 Uhr auf der Bahnstrecke von Weiden nach Nürnberg, als plötzlich kurz hinter dem Bahnhof in Etzenricht ein Auto auf den Schienen liegt. Sofort nach der Meldung wird die Rettungskette in Gang gesetzt. Rettungskräfte rücken an, Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) sind vor Ort.

„Solange kein Notfallmanager der Bahn vor Ort ist oder eine Freigabe der Bahn bei der Integrierten Leitstelle in Weiden vorliegt, dürfen wir die Schienen und auch den Zug nicht betreten“, erklärt Christoph Wagner von der Feuerwehr Weiherhammer.

Zum Glück nur eine Übung

Zum Glück ist das alles aber nur eine Einsatzübung der Feuerwehren Weiherhammer, Etzenricht, Mantel und Weiden zusammen mit den Helfern vor Ort (HvO) Haidenaabtal und der Deutschen Bahn, die auf der aktuell wegen Bauarbeiten gesperrten Bahnstrecke einen Zug zur Verfügung gestellt hatte.

Bereits am Vormittag wurden die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte von der DB-Notfallmanagerin im Feuerwehrhaus Weiherhammer theoretisch geschult. „Was darf man machen, was nicht? Wer sollte informiert werden?“, waren unter anderem Fragen. Es war jedenfalls nicht mit einem normalen Verkehrsunfall auf der Straße zu vergleichen, stellen die Freiwilligen schnell fest.

Verletzte gerettet

Danach wurden die Retter am Bahnhof in Etzenricht auf dem Zug eingewiesen. „Wo befindet sich die Entriegelung, wo sind die Notfallausstiege?“ und vieles mehr stand auf dem Programm.
Und dann ging es los. Nach der Freigabe der Deutschen Bahn konnten die Rettungskräfte den Zug betreten und sich um die Verletzten kümmern. Zudem wurde alles für eine schonende
Rettung der Fahrgäste vorbereitet. Auch ein Hund musste aus dem Zug gebracht werden, obwohl der nicht wirklich wollte.

Am Ende waren die Einsatzkräfte froh, dass es sich nur um eine Übung handelte. „Aber wie schnell kann so etwas Realität werden“, stellte man fest. Doch nun sind die Helfer auch auf einen solchen Unglücksfall vorbereitet und können schnell und richtig handeln.

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