Global Frackdown Day auch in Weiden: Fracking „schreddern“

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Weiden. Der Global Frackdown Day – der internationale Tag des Verbots von Fracking wird auch in Weiden begangen. Überall auf dem Planeten zeigen die Menschen ihre gemeinsame Forderung – ein weltweites Verbot von Fracking – in einzigartiger, kreativer und unmissverständlicher Weise.

Am Samstag ab 11 Uhr versammeln sich Unterstützer von Abgefrackt – Bündnis Weidener Becken gegen Fracking am Brunnen in der Nähe des Oberen Marktes in Weiden, um diese schädliche Energiegewinnung zu „schreddern“.rp_150505-Stromleitungen-1024x680.jpg

Das Bündnis findet, dass mit dem Fracking-Gesetz der Bundesregierung sind für uns keineswegs die Probleme gelöst wurden. SPD und CSU hätten es nicht geschafft, ein klares, umfassendes Fracking-Verbot auszusprechen, sie wollen Probebohrungen zulassen, weiterhin alte Gasfelder fracken und in wenigen Jahren noch einmal darüber nachdenken, Fracking doch noch flächendeckend zu erlauben.

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Gas ist so schädlich wie Braunkohle

„Das beunruhigt uns, denn der Klimawandel schreitet voran. Wir haben es auch dieses Jahr gemerkt, dass sich ausgedehnte Dauerregen- oder Starkregenperioden und Trockenperioden abwechseln. Das ist kein Ausrutscher, sondern eine Entwicklung, die sich fortsetzen wird, wenn wir uns nicht schnellstmöglich von fossilen Brennstoffen verabschieden.“ Dazu gehöre auch Erdgas aus Fracking, das die Bundesregierung jetzt sogar auf dem Seeweg importieren wolle. Aber auch herkömmliches Gas, das auf dem gesamten Förderweg Methan freisetze sei ein Klimakiller, der 80mal schädlicher ist als CO2.

Das heißt, Gas ist keine saubere Zwischenlösung, sondern annähernd so schädlich wie Braunkohle.

„Und weil wir die Braunkohleförderung beenden müssen, schreddern wir auch die Monstertrasse, egal ob oberirdisch oder als Erdkabel, denn sie wird keineswegs Windstrom transportieren, sondern Braunkohlestrom aus der Lausitz sowie Atomstrom aus Temelin. Wir von Abgefrackt meinen: Die Oberpfalz ist erneuerbar, und sie wird sich nicht als Korridor für dreckige Energie hergeben“, erklärt Sonja Schuhmacher Pressesprecherin des Bündnisses.

Zur Frage der rechtlichen Möglichkeiten, ein Frackingverbot zu erreichen berichtet Hilde Lindner-Hausner vom Bundestreffen der Gegengasbohren-Initiativen in Niedersächsischen Quakenbrück an dem sie Anfang Oktober teilnahm. Sie informierte über die Vorbereitung einer Klage vor dem UN Aarhus Komitee in Genf.

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