Echte Blasmusik und echt gute Stimmung

2. Böhmischer Abend in der O’Schnitthalle lockte doppelte Gästezahl

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Wurz. Eine volle Halle, echte Blasmusik, viel gute Laune und zwei Moderatoren, die auch mal mit Selbstironie die Gäste zum Lachen bringen – beim 2. Böhmischen Abend in der O’Schnitthalle hatten die Neuhauser Boum und die Thannhauser Blasmusik gut 400 Gäste sozusagen in die Zange genommen.

Von Benedikt Grimm

Am einen Ende der Halle spielten die Neuhauser mit „Mit Herz und Schwung“ oder dem „Wermutstropfen“ eine Polka nach der anderen, auf der zweiten Bühne am anderen Hallenende hielten die Thannhauser mit „Pfeffer und Salz“ oder „Herzblut“ dagegen. Meist irgendwo dazwischen: die beiden Moderatoren Roland Heldwein und Hans Spachtholz, die deftige Witze vom Stapel ließen oder mit Selbstironie zu glänzen wussten. Etwa dann, wenn Heldwein, der sich als recht sportlich bezeichnete, von seiner Teilnahme am letzten Regensburg-Triathlon erzählte. Dort habe er beim Schwimmen als Boje mitgemacht.

Hans Spachtholz, Roland Heldwein, Böhmischer Abend

Hans Spachtholz (links) und Roland Heldwein überzeugten als Moderatoren mit deftigen Witzen und Selbstironie.

Das Schöne ist, dass man da einfach mal wieder richtig gute Blasmusik hört

sagte Thomas Meiler zum zweiten Böhmischen Abend. Der Wurzer verbringt die ganze Woche in München. Dort brauche man nur ins Hofbräuhaus zu gehen, aber sonst höre man nirgends mehr Blasmusik, auf keinem Volksfest, beklagte Meiler, der selbst 15 Jahre lang bei den Neuhauser Boum musiziert hatte. An seiner Stelle wirkt jetzt Tochter Franziska mit. Seit März ist sie die Vorsitzende der Truppe, die mit 25 Musikanten zum Böhmischen Abend angetreten war.

Es macht natürlich viel mehr Spaß, wenn man merkt, dass der Zuspruch da ist,

freute sich Franziska Meiler über die im Vergleich zum vergangenen Jahr stark angewachsene Zuhörermenge. Mit gut 400 Gästen sind es doppelt so viele wie bei der Erstauflage.

Böhmischer Abend

Die Besucher des 2. Böhmischen Abends in der O’Schnitthalle hatten richtig viel Spaß, schunkelten oder klatschten zu echter, traditioneller Blasmusik

Böhmischer Abend

Voll besetzt war die O’Schnitthalle und mancher Gast kündigte schon an, dass er nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei sein will.

Es sind auch einige unbekannte Stücke dabei. Wenn’s nächstes Jahr wieder ist, dann komm ich auf jeden Fall wieder her,

sagte Berthold Dobner aus Neuhaus, dem es besonders der Walzer mit Gesang „Böhmerwald“ von den Neuhausern angetan hat.

Auch bei jungen Leuten wieder „in“

„Man sieht, es gibt auch Anhänger. Auch wenn es ein bisschen verpönt ist, gerade bei den jungen Leuten“, meinte Alois Bauer aus Plößberg, der sich als Volksmusikfreund für die Veranstaltung interessierte und zum ersten Mal dabei war. Blasmusikgruppen würden auch bei jungen Leuten wieder mehr Zuspruch finden. „Schön, dass so viele junge Leute ein Blasmusikinstrument lernen“, freute sich Bauer.

Böhmischer Abend, Thanhauser Blasmusik

Die Thanhauser waren immer wieder für spezielle Einlagen gut…

Thanhauser Blasmusik

… diese drei Burschen waren für den Hauptpart bei der „Löffel-Polka“ verantwortlich.

Gemeinsames Finale

Zum Schluss gab’s noch das große Finale. Die Thanhauser verließen ihre Bühne, um sich vor den Neuhausern zu positionieren. Dann stimmten alle gemeinsam „Dem Land Tirol die Treue“, die „Vogelwiese“ und den „Böhmischen Traum“ an. Spätestens da gab es kaum noch jemanden, der nicht mit im Takt klatschte oder mit Zugaberufen seine Begeisterung ausdrückte.

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Bilder: B. Grimm

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