Festgottesdienst auf dem Fahrenberg: Das Gnadenbild gibt Hoffnung

Fahrenberg. "Auch hier auf dem Fahrenberg könne man nicht so tun, als ob es den Krieg nicht geben würde." - Das Gnadenbild gibt Hoffnung.

Beim Festgottesdienst mit Weihbischof Reinhard Pappenberger (Mitte) meinte es die Sonne besonders gut mit den vielen Gläubigen. Bild: Franz Völkl

Nur gut, dass die Feuerwehr Bernrieth bei der Anreise der vielen Gläubigen zum Fahrenberg die ordnende Hand hatte und die Fahrzeuge zügig zu ihren Parkplätzen einwies. So kamen die Gläubigen noch rechtzeitig zum Hauptgottesdienst am großen Frauentag am Freialtar auf dem Fahrenberg.

Schon zu den beiden „Frühmessen“ in der Wallfahrtskirche, eine am Morgen um 7 Uhr und eineinhalb Stunden später, die Messe, welche die Gesangsgruppe TriAngel aus Waldthurn mit Andrea Götz, Steffi Daubenmerkl und Doris Völkl sowie Organist Georg Schmidbauer musikalisch umrahmten, kamen viele Christen.

Festmesse am Freialtar

Die Festmesse am Freialtar zelebrierte Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg, gemeinsam mit dem Tiefenbacher Pfarrer Albert Hölzl, Ortspfarrer Norbert Götz, Pfarrer Miroslav Martiš aus dem tschechischen Mies/Stribro und Diakon Janusz Szubartowicz aus Waldthurn.

„Maria kann unsere Wunden durch ihre mütterliche Fürsorge heilen“, eröffnete Götz. „Wie so oft auf dem Fahrenberg passt an Mariä Himmelfahrt – am großen Frauentag hier alles, auch das herrliche Wetter. Doch heute ist alles anders als letztes Jahr“, sagte Weihbischof Pappenberger.

„Aus den Kriegen nichts gelernt“

„Wir seien vom Weg des Friedens abgekommen und haben aus den Kriegen des letzten Jahrhunderts nichts gelernt. Auch hier auf dem Fahrenberg könne man nicht so tun, als ob es den Krieg nicht geben würde. In der Wallfahrtskirche sei das verwundete Gnadenbild Mariens mit einem Einschussloch am Hals. Trotz dieser Verletzung steht dieses Gnadenbild gerade und aufrecht und Maria hält Jesus Christus am Herzen“.

„Jesus Christus hebe uns Menschen hoch, heben wir die Gottesmutter hoch, denn sie ist ein Mensch wie wir und exemplarisch für uns alle“. In diesem aufrichtigen Gnadenbild stecke viel Hoffnung. Pappenberger erinnerte an seinem Religionslehrer, den verstorbenen Pfarrer vom Fahrenberg, Joseph Greil. Er hat 1997 ein kleines Büchlein mit „Versen der Hoffnung“ verfasst.

Festliche Marienfeier

Gottesdienst sei Feiern und Beten in die Hoffnung hinein. Einer der größten Songs aller Zeiten sei das erhebende Lied: You Raise Me Up – God – Du hebst (baust) und richtest mich auf – Gott. Hören wir dieses Lied und die Gottesmutter wird dazu lächeln“ schloss Pappenberger.

Gelungen rundete die Trachtenkapelle Waldthurn unter der Leitung von Josef Pflaum den Gottesdienst ab. Die Lesung sprach Dr. Michael Troidl aus Waldthurn. Am Nachmittag schloss eine festliche Marienfeier in der Wallfahrtskirche den höchsten Festtag ab.

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