Ostbayern meldet Export-Rekord

Amberg. Mit 55,3 Prozent Exportquote meldete der Präsident der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim, Gerhard Witzany, wieder einen ostbayerischen Rekord.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte 400 Gäste aus Wirtschaft und Politik zum Bayerischen Abend der Außenwirtschaft am nach Amberg geladen. Im Congress Centrum diskutierten die regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer mir den bayerischen Auslands-Repräsentantinnen und Repräsentanten über Marktchancen. Das Motto des Abends „Oberpfalz goes global“ passte zu den aktuellen IHK-Zahlen.

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IHK-Präsident Gerhard Witzany (Mitte) meldete Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner einen Exportrekord. Dr. Alfred Brunnbauer (r.) rät Unternehmen zur Risikostreuung. (Foto: Burdack)

Für 2015 beziffern die produzierenden Unternehmen im IHK-Bezirk ihre ausgeführten Waren auf 18,8 Milliarden Euro. „Jedes zweite Produkt geht in den Export. Das sichert Wachstum und Arbeitsplätze in unserer Region“, sagte Witzany der Ministerin. Diese griff Witzanys Worte auf: „Der Export ist und bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand in Bayern.“

Exportquote regional gesehen

Die Städte und Landkreise in der Region zeigen Unterschiede bei den Exportzahlen: Spitzenreiter ist die Stadt Amberg mit einer Exportquote von 77 Prozent. Stadt und Landkreis Regensburg weisen eine Quote von jeweils 71 Prozent auf. Tirschenreuth (51 Prozent) und Neustadt/WN (beide 45 Prozent) liegen dabei im oberen Mittelfeld – die Stadt Weiden lag bei 14 Prozent. Gefragteste Exportgüter waren 2015 Fahrzeuge, Fahrzeugteile, Maschinen und Elektrotechnik. Auch für die Dienstleistungsbranche bietet das Ausland zunehmend Potenzial.

Trends 2016

Da das Russlandgeschäft bei den ostbayerischen Unternehmen massiv einbrach, setzen sie wieder verstärkt auf Märkte in der EU. „Wir sehen unsere direkten Nachbarländer und Westeuropa wieder stark im Kommen“, erklärte IHK-Präsident Witzany. Die IHK Regensburg bietet ihren Mitgliedern bei der Außenwirtschaftsberatung in diesem Jahr Seminare und Länderworkshops unter anderem zu den direkten Nachbarn Österreich, Schweiz und Tschechien. Für hiesige Unternehmen bleiben Österreich und Tschechien aufgrund der geografischen Nähe und der damit niedrigen Handelskosten weiterhin bedeutende Märkte.

Beim Westeuropa-Forum im Herbst wird die IHK auch Länder wie Frankreich die Niederlande und Großbritannien ins Licht rücken. Unter den EU-Staaten ist Großbritannien das vermutlich dynamischste Land. „Die Brexit-Debatte verunsichert jedoch die Wirtschaft“, berichtet IHK-Außenwirtschaftsleiter Dr. Alfred Brunnbauer. Auch Grenzkontrollen im Schengen-Raum befürchten die Unternehmen.

Das beste Rezept gegen diese Unwägbarkeiten ist die Streuung von Risiko. Die Unternehmen sollten in verschiedenen Märkten aktiv sein,

rät der Außenwirtschafts-Experte. Infos über Veranstaltungen für Unternehmen gibt es im IHK-Newsletter, Anmeldung unter www.ihk-regensburg.de/newsletter.

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