Kreisstraßen werden zur Rutschbahn: Drei Unfälle innerhalb kürzester Zeit

Leonberg. Gestern früh wurden Kreisstraßen im Landkreis Tirschenreuth zum Unfall-Hotspot. Es hatte geschneit. Trotzdem wurde zu schnell gefahren. Die Einsatzkräfte waren stundenlang beschäftigt.

Polizei Polizeiauto Blaulicht Symbolbild
Die Polizei musste Mann und Frau trennen. Symbolbild: OberpfalzECHO/Ann-Marie Zell

Aufgrund plötzlich einsetzenden Schneefalles wurde am Donnerstagmorgen die Kreisstraße TIR 6 in Höhe Leonberg zur Rutschbahn. Eine Waldsassener Bürgerin war mit ihrem Opel Astra von Pfaffenreuth in Richtung Rosall unterwegs. Sie war auf der schneeglatten Fahrbahn zu schnell dran, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und schleuderte in den Straßengraben.

Diesen pflügte sie knapp 200 Meter lang um, wurde dann von einem kreuzenden Feldweg in einen Acker katapultiert und blieb dort nach etwa 100 Metern stecken. Wie durch ein Wunder blieb die Fahrerin unverletzt. Den Opel Astra hingegen hatte es sauber erwischt. Die Front und der Unterboden wurden in Mitleidenschaft gezogen. Sachschaden rund 5000 Euro.

Tschechin war zu schnell unterwegs

Kurze Zeit später der zweite Crash an derselben Stelle. Eine Tschechin war mit ihrem VW T-Roc zu schnell unterwegs. In einer langgezogenen Rechtskurve rutschte sie mit ihrem Wagen, wie vorher schon die Waldsassenerin, von der Fahrbahn, landete im Graben und krachte gegen den dort schon liegengebliebenen Astra. Auch die Tschechin blieb unverletzt. Der Sachschaden hier: 5000 Euro.

Dritter Crash im Kreuzungsbereich

Der dritte Unfall ereignete sich um 7.40 Uhr im Kreuzungsbereich der beiden Kreisstraßen TIR 4 und TIR 6. Ein 33-jähriger Bärnauer fuhr mit seinem Audi A4 Avant von Wernersreuth kommend in südwestlicher Richtung auf die Einmündung der TIR 6 zu. Aufgrund der schneeglatten Fahrbahn und ebenfalls nicht angepasster Geschwindigkeit kam er ins Rutschen, krachte gegen ein Verkehrszeichen und landete im gegenüberliegenden Straßengraben. Der Fahrer blieb unverletzt. Am Wagen wurden Front und Unterboden erheblich beschädigt. Der Sachschaden beträgt rund 10.000 Euro. Das Verkehrsschild kostet etwa 500 Euro.

Mehrere Stunden waren die eingesetzten Polizeistreifen und die ebenfalls zu den Unfallstellen ausgerückten Feuerwehren aus der näheren Umgebung damit beschäftigt, die Unfälle aufzunehmen, die Unfallstellen abzusichern und den Verkehr zu lenken.

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