Mit 120 durch’s Dorf: Bilanz der Kontrollen

Weiden / Neustadt/WN / Trischenreuth.  Nach der Kontrollwoche „Kühler Kopf statt heißer Reifen“ zieht die Oberpfälzer Polizei Bilanz. 2.500 Autofahrer mussten verwarnt werden. Einer von ihnen war besonders schnell unterwegs – und ist seinen Führerschein für drei Monate los. 

In der Oberpfalz überwachten über 550 Polizeibeamte anlässlich der Aktionswoche „Kühler Kopf statt heißer Reifen“ einem Teil des Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil – sicher ans Ziel“, verstärkt die Verkehrswege quer durch die Oberpfalz. In der Zeit von vergangenem Freitagmorgen um 06:00 Uhr bis heute um 06:00 Uhr stand die Verkehrssicherheitsarbeit ganz weit oben im polizeilichen Aufgabenkatalog.

Die Polizei wollte so die Verkehrsteilnehmer für das Thema Geschwindigkeit im Straßenverkehr sensibilisieren und darauf hinweisen, dass sowohl die gesetzlichen Vorgaben aber auch örtliche oder situative Gegebenheiten, genauso wie die individuellen Fähigkeiten der Fahrzeuglenker großen Einfluss auf eine sichere Fahrtgeschwindigkeit haben.

Mit immer wiederkehrenden Kontrollen, erhoffen die Verantwortlichen sich eine dauerhafte Verhaltens- oder gar Einstellungsänderung bei den Verkehrsteilnehmern mit Blick auf die Anpassung der gefahrenen Geschwindigkeiten.

69 km/h zu schnell

Bilanziert man die gesamten Einsatzstunden der Aktionswoche, so bedeutet dies für den Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz, dass über 51.000 Fahrer in den Messstrahl von Einseitensensor, Laser-Messgerät und Multanova Radargerät geraten sind. Von diesen wurden über 2.500 Verkehrsteilnehmer wegen Geschwindigkeitsverstößen beanstandet. Auf diese Verkehrsteilnehmer kamen oder kommen Verwarnungsgelder oder Anzeigen mit Punkten und gegebenenfalls Fahrverboten zu.

Am Mittwoch überschritt ein Fahrzeugführer auf der Bundesstraße B 299 in der Ortschaft Seugast die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern um 69 Stundenkilometer. Nach Abzug der Toleranzen erwarten den Verkehrsteilnehmer laut Bußgeldkatalog eine Geldbuße von 480 Euro, zwei Punkte und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Da der Blick der kontrollierenden Beamten natürlich auch auf mögliche Verstöße anderer Art gerichtet war, sahen sich 86 Verkehrsteilnehmer auch mit Ahndungen wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte, benutzter Mobiltelefonen während der Fahrt oder anderer Verstöße konfrontiert.

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