12.000 Hühner mit viel Platz und Auslauf

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Störnstein. „Das ist ein positives Beispiel dafür, wie man Landwirtschaft zukunftsfähig gestalten kann“, sagte Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Oetzinger bei der Besichtigung der Bio-Legehennenfarm Rastenhof. Der CSU Ortsverband mit Vorsitzendem Benedikt Grimm hatte zum Rundgang auf dem Hof der Familie Scheidler eingeladen.

Von Benedikt Grimm

Der große Zuspruch – knapp 50 Interessierte waren gekommen – zeuge vom Interesse der Bevölkerung daran, wie Lebensmittel produziert werden.

Es schafft Vertrauen, wenn man weiß, wo das Produkt herkommt,

sagte der Landtagsabgeordnete. Für Florian Scheidler, der sich zum staatlich geprüften Wirtschafter für ökologischen Landbau fortbildete, war die Investition eine wohlüberlegte Entscheidung. Für eine Erweiterung des bisherigen Betriebs mit 50 Milchkühen fehlten die notwendigen Flächen. Jetzt gackern und scharren 12.000 Hühner auf dem weitläufigen Gelände. Im Stall teilen sich vier Hühner einen Quadratmeter Raum, im Freien stehen jedem Federtier zusätzlich nochmals vier Quadratmeter zur Verfügung.

Florian Scheidler (rechts) erläuterte insgesamt knapp 50 Interessierten die Produktion der Bio-Eier im neuen Stall mit weitläufigen Freigelände.

Mehr Tierplätze für mehr Tierwohl

„Dieses Mehr an Platzangebot für das Tierwohl erhöht die Baukosten. Damit sich das wirtschaftlich tragen lässt, werden die Kosten auf möglichst viele Tierplätze verteilt. Der bauliche Aspekt von Tierwohl lässt sich deshalb nur in großen Tierställen verwirklichen“, erklärte Dr. Walter Stingl vom Stallbauunternehmen. Auf den Freiflächen wurden zwischenzeitlich noch schnellwachsende Pappeln angepflanzt, die Schutz vor Greifvögeln bieten. Ginge es nach Dr. Stingl, könnten noch einige Landwirte mehr dem Beispiel des Rastenhofs folgen. Denn in Bayern liege der Selbstversorgungsgrad mit Eiern, gleich ob konventionell oder biologisch produziert, erst bei 50 Prozent. „Wir brauchen dringend noch mehr Betriebe“, betonte der Unternehmer.

Politisches Biergartengespräch

Beim anschließenden Biergartengespräch in der Zoiglstube Hirmer gab CSU Ortsvorsitzender Benedikt Grimm einen Ausblick auf die anstehenden Kommunalwahlen. Gemeinderat Jürgen Völkl referierte über das aktuelle Geschehen in der Gemeinde. „Wir stehen für einen sinnvollen und an der Nutzung orientierten Ausbau der Kreisstraßen, um eine übertriebene Flächenversiegelung zu vermeiden“, sagte Dr. Stephan Oetzinger bei seinem Bericht über landes- und kreispolitische Themen. Im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst konnte der Manteler die Förderung der Denkwelt in Halmesricht erreichen.

Dr. Stephan Oetzinger (stehend) freute sich beim Biergartengespräch im Gasthof Hirmer über die erreichte Förderung für die Denkwelt Halmesricht.

Gemeinderat Jürgen Völkl (stehend) versorgte die Anwesenden mit den neuesten Informationen aus dem Gemeinderat.

Fotos: Benedikt Grimm

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