Sibyllenbad in den Startlöchern: Medizinische Abteilung öffnet wieder

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Bad Neualbenreuth/Regensburg. Eine „frohe Botschaft“ gab es in der Tillenberg-Gemeinde Bad Neualbenreuth: „Ab 15. Juni beginnt der Kundenbereich Medizin wieder die Arbeit für Patienten und Gäste“, so Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger.

Sibyllenbad Kurmittelhaus Bad Wellness Bild Bannert

Auch wenn die Becken erst einmal aufgrund der Vorgaben der Staatsgregierung leer bleiben müssen, kommen die Patienten ab 15. Juni wieder in den Genuss der lang anhaltenden Schmerzlinderung durch die Sibyllenbader Radon-Kohlensäure-Kombinationstherapie sowie ergänzende physiotherapeutischen Behandlungen in der Medizin. Bild: Kurmittelhaus Sibyllenbad

Die Entscheidung fiel nach einem Abstimmungsgespräch mit dem Verbandsvorsitzenden, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, der Geschäftsleitung und der Werkleitung gemeinsam in Regensburg. Damit öffnen sich die elektrischen Türen des Kurmittelhauses genau drei Monate nach der coronabedingten Schließung, zumindest für eine Teilgruppe der Gäste wieder.

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Gerhard Geiger betonte gleichwohl die Richtigkeit der Entscheidung, schon ab 14. März den Betrieb im Rahmen der vorbeugenden Coronaschutzmaßnahmen komplett einzustellen, drei Tage bevor im ganzen Freistaat die Allgemeinverfügung zur Schließung in Kraft trat. „Wir hatten zum damaligen Zeitpunkt keinen bekannten Fall einer Infektion von Gästen oder im Team, und das war gut so.“

In einer solchen Ausnahmesituation sind alle Akteure gefordert, ihren Beitrag zum Gesundheitsschutz der Menschen zu leisten“,

so der 57-jährige Chef des Kurmittelhauses. In Bayern und auch im Landkreis Tirschenreuth sind die Infektionszahlen bei Covid-19 nunmehr rückläufig, zunehmend können Vorgaben und Regeln gelockert werden. Wenngleich der Coronavirus weiter existent ist und Regelbeachtung absolute Priorität behält. Wieweit Sibyllenbad und andere Kurbäder im Freistaat nun langsam zum üblichen Betrieb zurückkehren können ist wesentlich von den Vorgaben aus München beeinflusst.

Trotz Kurzarbeit aktiv

Für alle Beschäftigten des Kurmittelhauses ist seit 1. April Kurzarbeit angemeldet worden, so bedeutete dies in den vergangenen Wochen dennoch keinen absoluten Stillstand im einzigen Kurbad der nördlichen Oberpfalz. Die Bademeister rund um ihren Leiter Helmut Forster hatten die für Sommer geplanten Inspektionsmaßnahmen vorgezogen. Die Betriebstechnik konnte diverse Arbeiten ohne Beeinträchtigung der Kunden durchführen und auch Fremdfirmen waren mit Sanierungsarbeiten im Technikkeller unterhalb der Becken befasst. Bei der Kurparkpflege fand Sibyllenbadgärtner Patrick Schön zahlreiche freiwillige Helfer aus dem Team die gerne unterstützten, damit sich das Kurmittelhaus bei einem Betriebsbeginn wieder von einer attraktiven und schönen Seite zeigen kann.

Weiterhin geprüfte Qualität

Auch das jährliche Audit des Qualitätsmanagementsystems gemäß ISO Norm fand im Mai durch die beiden Prüfer des TÜV Rheinland statt. 2008, damals „Vorreiter im Freistaat“, hatte das Sibyllenbad und die Gästeinformation erstmals diese begehrte Auszeichnung erhalten. Und auch heuer wurde die Rezertifizierung, wesentlich bearbeitet von der Qualitätsmanagementbeauftragten und Leiterin der Gästeinformation, Ursula Stingl, ohne Beanstandungen abgewickelt. „Die Qualitätsversprechen bestehen weiterhin und das speziell in der Krise“, so das Urteil der unabhängigen Prüfer.

Präventionsgäste werden befragt

Eine besondere Zielgruppe steht auch in Coronazeiten im Fokus von Vertriebsleiterin Barbara Bannert. Präventionsgäste die zertifizierte Kurse im Bereich Bewegung und Entspannung mit einem Zuschuss der Krankenkasse in Bad Neualbenreuth absolvieren. Diese Kunden, die zum Teil schon seit über zehn Jahren einen Wochenaufenthalt in der Kurgemeinde verbringen, werden bei bereits geplanten Terminen nun aktiv befragt.

Hier steht im Mittelpunkt, ob sie ihre Buchung aufrechterhalten und die medizinischen Anwendungen wünschen, auch wenn Badelandschaft und Wellness derzeit noch nicht geöffnet werden dürfen. „Wir sind nahe am Gast und lassen nichts unversucht um wieder Gäste zu einem Aufenthalt im Stiftland zu motivieren. Es gibt so viel rund um die Tillenberggemeinde zu entdecken und zu genießen“, schwärmt die stellvertretende Werkleiterin.

Kurmittelhaus als Partner der Touristik

Ein Betriebsablauf mit Mund-Nasen-Schutz für Mitarbeiter und Gäste, Abstands- und Hygieneregeln ist weit von der Zeit vor März 2020 entfernt. Zusätzlicher Zeit-, Personal- und Kostenaufwand seien im Sibyllenbad ähnlich wie in der Gastronomie zu bewerten, so Werkleiter Geiger. Als Kaufmann müsse man das betriebswirtschaftlich sehr kritisch sehen, aber, so sei auch der Tenor im Zweckverband gewesen, es gehe auch um ein deutliches Signal an Patienten, Gäste und Touristikpartner im ganzen Stiftland. “Wir sind wieder aktiv“, so mag Geiger die Botschaft verstanden wissen:

Die Partner haben uns mit einem Angebot, nach unseren Möglichkeiten, an ihrer Seite in diesen besonderen und finanziell belastenden Zeiten“.

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