Bewaffneter Mann dringt in das BHS Gelände ein

Weiherhammer. Am Samstag ist ein junger Schweizer, der nur französisch sprach, in das Gelände der BHS GmbH eingedrungen.

Handschellen Ärger Polizei Festnahme Verhaftung Symbol
Symbolbild: Pixabay

Am Samstagnachmittag teilte eine Wachfrau (22) mit, dass sich ein Mann unberechtigt Zutritt zum Gelände der BHS GmbH verschafft hat, indem er einfach über die Schranke geklettert ist.

Bei dem Mann handelt es sich um einen Schweizer (27), der aber nur französisch sprach. Als sie mit Hilfe einer Übersetzungsapp versuchte mit ihm in Kontakt zu kommen, zeigte die App an, dass der Mann von „meine Klingen“ sprach. Natürlich klingelten bei der jungen Frau dann sämtliche Alarmglocken.

Schnell und richtig gehandelt

Daraufhin schüttelte der Mann seinen Rucksack, stieß die Wachfrau zur Seite und gelangte ins Gebäude. Die Sicherheitsangestellte verständigte daraufhin sofort die Polizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, kam der Mann gerade wieder aus dem Gebäude. Aufgrund der unklaren Situation wurde er unter Waffenvorhalt aufgefordert sich hinzuknien. Dieser Aufforderung kam er zunächst nach.

Im weiteren Verlauf war aber eine weitere Verständigung mit ihm nicht mehr möglich, obwohl er auch auf Französisch angesprochen wurde. Nachdem er sich den weiteren Anweisungen widersetzte, wurde er festgenommen. Dagegen wehrte er sich massivst, sodass alle Beteiligten leichte Schürfwunden davontrugen. Zum Glück führte er dann doch keine gefährlichen Gegenstände mit sich, wie eine Durchsuchung des Rucksacks ergab.

Vielleicht doch ein Spion?

Da der Verdacht von Industriespionage im Raum stand, erfolgte eine Vernehmung mit einem Dolmetscher. Aber auch danach war die Motivation für das Eindringen völlig unklar. Erst Ermittlungen in der Heimat des Mannes brachte Licht in die Situation. Seine Mutter gab an, dass ihr Sohn unter einer psychischen Erkrankung leidet, deren Folge unter anderem aggressives Verhalten sei. Deshalb wurde er aus der Haft entlassen und zur weiteren Behandlung in ein Fachkrankenhaus eingeliefert. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

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