Wechsel an der Spitze des CSU Kreisverbandes

Landrat Andreas Meier verzichtet auf Kandidatur als Kreisvorsitzender

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Windischeschenbach. Landrat Andreas Meier wird nicht mehr für den CSU-Kreisvorsitz kandidieren. Seine Entscheidung machte der Windischeschenbacher, der seit drei Jahren das Amt innehat und zweimal mit einem 100-Prozent-Ergebnis gewählt wurde, bei einer Kreisvorstandssitzung im Gasthof Weißer Schwan bekannt. Stephan Oetzinger soll sein Nachfolger werden. 

Seine Entscheidung begründete der 39-jährige Meier mit seiner familiären Situation mit einer kleinen Tochter und einer Vielzahl an Verpflichtungen als Landrat. So übe er 37 verschiedene Posten aus, die teilweise mit seinem Amt als Landrat einhergingen. Vor allem wolle er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen können. Der Zeitpunkt für einen neuen Kandidaten sei genau richtig mit ausreichend Abstand vor den Kommunalwahlen. Würde er erst nach den Kommunalwahlen im Jahr 2020 nicht mehr antreten, sei seine Tochter bereits in der Schule.

Ich bitte um Verständnis, dass jemand anderes bei mir jetzt die Priorität hat,

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sagte Meier bei der Kreisvorstandssitzung.

Vorstandschaft für Oetzinger als Nachfolger

Die Vorstandschaft des zweitgrößten CSU Kreisverbandes in der Oberpfalz sprach sich einstimmig für Stephan Oetzinger als Nachfolger von Meier aus. Die Neuwahlen finden im Rahmen der Kreisversammlung am 19. Mai in der Neustädter Stadthalle statt. „Ich freue mich auf diese Aufgabe, wenn mir die Delegierten das Vertrauen dafür schenken würden“, betonte Oetzinger. „Das Amt ist wahrscheinlich eines der wichtigsten und schönsten Ämter, die diese Partei zu vergeben hat“, betonte der Manteler Bürgermeister, der auch als Kandidat für das Direktmandat als Abgeordneter im Bayerischen Landtag nominiert ist. Es gelte eine Fülle von Aufgaben und unterschiedlicher Interessenlagen miteinander in Einklang zu bringen. Das sei insbesondere in einem Flächenlandkreis mit 51 Ortsverbänden eine große Herausforderung, so Oetzinger, der auch sechs Jahre lang den Kreisverband der Jungen Union als Vorsitzender führte.

Landrat eine Herzensangelegenheit

Für das Amt als stellvertretender Bezirksvorsitzender will Andreas Meier erneut kandidieren. „Ich halte es für wichtig, dass Andreas Meier als Vertreter der Kommunalpolitik im Bezirksverband vertreten ist“, sagte stellvertretender Kreisvorsitzender Albert Nickl. „Ich glaube, dass es eine gute Lösung ist. Für Andreas ist der Beruf als Landrat eine Herzensangelegenheit, für Stephan das Amt als Kreisvorsitzender“, betonte Nickl. Oetzinger möchte als Kreisvorsitzender die gesamte Vorstandschaft sowie alle Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise mit einbinden. „Das Amt des Kreisvorsitzenden ist nichts, dass jemand alleine machen kann. Es funktioniert nur dann, wenn es auf mehrere Schultern verteilt ist“, betonte Oetzinger.

Andreas Meier Stephan Oetzinger CSU

Der Alte und der voraussichtliche Neue: Auf einer Kreisvorstandssitzung gab Landrat Andreas Meier (links) seinen Entschluss bekannt, nicht erneut für das Amt als Kreisvorsitzender der CSU zu kandidieren. Stephan Oetzinger soll sein Nachfolger werden.

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