Bayerisches Doppelpack begeistert Publikum

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Rothenstadt. Aber hallo! Das war doch mal ein bayerischer Musikabend ganz nach dem Geschmack der Zuhörer. Das Doppelpack im Rockmusikclub „Salute“ mit der Regensburger Band „Beisser“ und „Lenze und de Buam“ aus dem Inntal zauberte am Freitagabend zwei Vertreter der neuen blau-weißen Musikkultur auf die Saal-Bühne.

Von Stephan Landgraf

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„Lenze und de Buam“ begeisterten zusammen mit der Vorband „Beisser“ aus Regensburg am Freitag das „Salute“-Publikum. Foto: Landgraf

„Die Stimmung war fantastisch“, sagte „Salute“-Chef Tom Bauer. „Das schreit nach einer Wiederholung.“ Wohl wahr: Denn das bayerische Doppelpack begeisterte vom ersten Lied an das Publikum – schon „Beisser“ als Anheizer tat dies. Die Regensburger hatten vor kurzem ihre erste Scheibe „Beisser“ auf den Markt gebracht, die sie im „Salute“ präsentierten. Dabei gab es keinen unnötigen Firlefanz, dafür aber einen kompakten Bandsound, der manchmal an „The Police“, manchmal an „Bilderbuch“ erinnerte, aber immer nach der Band selbst klingt.

Vielversprechendes Projekt moderner Indiemusik

Moderne Beats, fiese Gitarren und keine Angst vor Kitsch – lautet das Motto bei Songs wie „Mädels im Parka“, „Sommernächte“ oder „Mehr von Dir“. „Wir stehen auf Teenagerdramen, Rihannas Sexappeal und euphorische 80ger Hooks“, geben die Bandmitglieder auch unverblümt zu. Dass das Ganze auf Bayerisch geschieht, ist für die Band kein großes Thema. „Beisser““ – und das wurde im „Salute“ deutlich – sind weder der ewig jammernde Großstadtgichtl, noch die baurige Weißbierlätschn, sondern vielleicht eines der vielversprechendsten Projekte moderner Indiemusik aus Bayern.

Schon als kleiner Junge der Musik verbunden

Einen kleinen Schritt weiter sind da schon „Lenze und de Buam“ – der Hauptgig am Freitag. Denn Lorenz Schmid und damit der Lenze war bereits als kleiner Junge der Musik sehr verbunden und bastelte damals bereits eigene Instrumente und produzierte Songs im heimischen Studio in Oberaudorf. Früh war er deshalb auch schon Mitglied der mittlerweile national bekannten Chiemgauer Gipsy-Band „Django 3000“ und lieferte hier sogar den Text zum berühmten Hit „Heidi“.

Dieser Erfolg ging dem jungen Musiker allerdings ein wenig zu schnell und er stieg bei „Django 3000“ aus. Er gründete er im Jahr 2011 mit seinen Oberaudorfer Freunden eine neue Band mit „Lenze und de Buam“. Auch hier war der Erfolg bislang nicht zu stoppen, denn bereits im Jahr 2014 wurde die Band mit dem Kulturförderpreis des Landkreises Rosenheim belohnt.

Rockig und mit Balkan-Elementen angehaucht

Im „Salute“ hatten Christoph AntretterBenedikt MiesKorbinian WeberSebastian Huber und Lorenz Schmid ein großes Paket an Charme und Witz zwischen den Songs dabei. Wobei die Musik selbst rockig war, oftmals mit Balkan-Elementen und natürlich in bester bayerischer Sprache präsentiert wurde – ganz getreu dem Liedern wie „Dua di ned obe, …““ oder „I nim di mid“.

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