„ZwischenSpielRaum“ gegen Leerstand im Ortskern

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Leuchtenberg. Das Landestheater Oberpfalz bekommt als erstes von 900 Projekten mit seiner Initiativ „ZwischenSpielRaum“ einen positiven Förderbescheid. Mit dem Projekt soll eine temporäre Bühne in einem leerstehenden Gebäude geschaffen werden. 

LTO 2017 Mitarbeiter Landestheater Oberpfalz

Die Mitarbeiter des Landestheaters Oberpfalz Foto: Jochen Schwab/LTO

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat mit der Ausschreibung „LandKULTUR“ kulturelle Innovations- und Modellvorhaben mit Strahlkraft im gesamten Bundesgebiet zur Projekteinreichung aufgefordert. Das Landestheater Oberpfalz hat mit seinem Projekt ZwischenSpielRaum das Bundesministerium derart überzeugt, dass das LTO als erstes Modellvorhaben von über 900 eingereichten Projekten einen positiven Förderbescheid bekommen hat, mit dem das jüngste Landestheater Deutschlands in den kommenden drei Jahren maßgeblich zur kulturellen Bereicherung des ländlichen Raumes in der Oberpfalz beitragen wird.

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Was ist der ZwischenSpielRaum?

Im Zentrum des Modellvorhabens steht die kulturelle Zwischennutzung einer im Dorfkern leerstehenden Immobilie. Die dort entstehende temporäre Bühne soll nicht nur Spielstätte des Landestheaters Oberpfalz werden, sondern explizit auch die Kulturschaffenden vor Ort und in den umliegenden Gemeinden zum gemeinsamen Spielen, Musizieren, Schreiben und Kunst machen einladen, um als „Dritter Ort“ neben Arbeit und Wohnen ein dörflicher Anziehungspunkt auf Zeit zu werden. Weiterhin steht die Dorfgeschichte – die Geschichten aus dem Dorf – im Mittelpunkt einer inhaltlichen Auseinandersetzung, die im ZwischenSpielRaum mit lokalen Akteuren auf die Bühne gebracht werden soll. Das Gesamtprojekt gliedert sich dabei in drei zeitliche Teilabschnitte: in drei Landkreisen der nördlichen Oberpfalz sucht sich das Landestheater Oberpfalz jeweils für ein Jahr eine Partnergemeinde des ländlichen Raumes, um einen ZwischenSpielRaum zu etablieren.

Vorfreude auf den Projektbeginn

Als Landestheater mit extensivem Gastspielbetrieb sind wir prädestiniert für ein solches Projekt,

sagt dazu der Geschäftsführer des Landestheaters Oberpfalz, Wolfgang Meidenbauer: „Unsere Regionalität und unsere lokale Verwurzelung sind dabei unser stärkstes Pfund.“

Auch Dramaturgin Tina Lorenz freut sich auf den Projektbeginn, der noch in diesem Jahr stattfinden soll: „Während man kulturelle Zwischennutzung eigentlich eher aus urbanen Zusammenhängen kennt, macht es auf dem Dorf noch viel mehr Sinn, sich mit Kultur gegen den Leerstand zu wenden. Das Projekt ZwischenSpielRaum ist in seiner Konzeption absolut einzigartig und ein großer Versuch, dem das Landestheater Oberpfalz schon mit Vorfreude entgegensieht.“

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