Großes Vertrauen für Jutta Deiml

SPD-Delegierte nominieren Kemnather Stadt- und Kreisrätin mit 99 Prozent zur Landtagskandidatin

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Kemnath. Mit einem beeindruckenden Ergebnis haben die Sozialdemokraten des Stimmkreises 307 Jutta Deiml zur Landtagskandidatin der SPD für die Landtagswahl im Oktober gewählt.

Von Udo Fürst

SPD Jutta Deiml Landtagsabgeordnete Kanidatin

Die SPD-Landtagskandidatin Jutta Deiml (Mitte) wurde von den Delegierten des Stimmkreises mit einem großen Vertrauensvotum ausgestattet. Darüber freuten sich MdB Uli Grötsch, Listenkandidat Raphael Bittner, Bezirks-Geschäftsführerin Gisela Birner, Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf, Bezirksvorsitzender Franz Schindler und Kreisvorsitzender Rainer Fischer (v. li.). Foto: Udo Fürst

Die 55-Jährige wurde bei der Delegiertenkonferenz im Gasthof Fantasie mit 50 von 52 Stimmen mit einem fast hundertprozentigen Vertrauensvotum ausgestattet. Wie berichtet, sprang die Stadt- und Kreisrätin aus Kemnath für Friederike Sonnemann ein, die vor wenigen Tagen überraschend ihren Verzicht auf die Kandidatur erklärt hatte.

Deiml nicht zweite Wahl

„Du bist keine zweite Wahl, sondern eine absolut qualifizierte Bewerberin für dieses Amt“, sagte Kreisvorsitzender Rainer Fischer und auch der Unterbezirksvorsitzende und SPD-Bayern-Generalsekretär UIi Grötsch sah in Jutta Deiml eine „tolle Kandidatin, die eine Säule der SPD im Landkreis Tirschenreuth“ sei. Der als Wahlleiter fungierende Bezirksvorsitzende Franz Schindler hatte zuvor in einem bundespolitischen Schlenker erklärt, dass er sprachlos sei angesichts der derzeitigen Lage in der Bundespartei. „Man muss sich fast schämen vor Leuten, die für uns seit 30, 40 Jahren Plakate kleben.“ Es tue ihm weh, wenn er nach Berlin schaue. Schindler sieht in der Fortsetzung der großen Koalition derzeit keine Alternative.

Es ist immer besser, wenn die SPD mitregiert.

Schindler und Uli Grötsch wiesen unisono auf die Gefahren durch die rechtsextreme, rassistische und völkische AfD hin. „Diese Partei und ihr Gedankengut sind nicht lustig und eine Gefahr für die Demokratie“, sagte Schindler. Grötsch sagte, dass man sich politisch gesehen in der existenziell schwierigsten Zeit seit dem 2. Weltkrieg befinde. Mit Blick auf seine Partei betonte der Generalsekretär, dass sich die SPD von unten her erneuern müsse und er derzeit kein Vertrauen habe in die Parteispitze.

Neue Herausforderungen warten

Anschließend stellte sich Jutta Deiml den Delegierten des Stimmkreises 307 vor, dem außer den Kommunen im Landkreis Tirschenreuth auch mehrere Orte aus dem westlichen Landkreis Neustadt angehören. Nervös und sehr menschlich erläuterte die verheiratete Mutter zweier erwachsener Söhne, wie schwierig für sie die jetzige Situation gewesen sei. „Bis vor zwei Wochen wusste ich ja noch gar nichts von meinem Glück.“ Es sei alles sehr aufregend und eine ganz neue Herausforderung für sie. Weil sie sich der Unterstützung ihrer Genossen aus Kreis und Bezirk sicher sein könne, habe sie sich schließlich zur Kandidatur bereit erklärt.

Als Landtagskandidatin werde sie sich in erster Linie sozialen und bildungspolitischen Themen widmen. „Mir liegt besonders der Mensch am Herzen und ich werde mich für Eltern, Alleinerziehende und Kinder sowie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen.“ Deiml bezeichnete sich als überzeugte Sozialdemokratin, die mit Herzblut für eine starke SPD in Kreis und Bezirk kämpfen werde.

 

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Ein Kommentar

  1. Oje arme SPD. Die is ja net a mal was in Kemnath worn.

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